Die Seite hat eine neue Struktur. Die Jahre, die wir auf dem Wasser zugebracht haben, sind jetzt oben in der Navigation hinterlegt


2017 mehr wasser, mehr wind, fuerte am meer


Fuerte, wir kommen.

 25 Jahre Hemmetboys on Tour ! 

Angeblich geht die Zeit schneller rum, je älter man wird. Anders kann ich es nicht erklären.  Waren wir vor 5 Jahren auf Fuerte? Egal, nu ist es wieder soweit. Es geht mit den Buddies wieder auf des Surfers liebstes Island. Da die Hemmetboys immer um den 3.10. losfahren, gehts am 29.9. los. Der Flieger geht um 09:00 am Hamburg, nach Fuerte. Da ziehen wir als erstes unseren Fahrbaren Untersatz und ab nach Costa Calma. Diesmal sind wir nicht im Gorriones abgestiegen. Auch René Egli muss ohne uns auskommen. Schon beim letzten Mal wollten wir an die Station 2, die mittlerweile zu ION gehört. Die Station bietet Fanatic Boards an. Leider sind wir ja einem unserer HB vor 2 Jahren verlustig gegangen, wir sind jetzt wohl die 3von derTankstelle.Jeder hat ein Einzelzimmer und zusammen haben wir auch noch volles Happenpappen im Hotel. 

 

Fliegen und Ankommen

Das Ziel für den ersten Tag war also klar, rein in den Touribomber und rauf auf die Insel. Treffen der Hemmets um 07:00 am HH Airport. Alles gecheckt, sogar eingecheckt. 5 Stunden und 1,5 vorher geladene Videos später, Touchdown und das im wahren Sinn. Der Copilot hat die Boeing mal so richtig auf die Insel geknallt, er wollte wohl mal zeigen wie man auf einem Flugzeugträger landet. Kaum einer hat geklatscht.

Dann unser rotes Geschoss von VW abgeholt und ab zur Costa Calma. Unser Zimmer (3 x EZ) sind natürlich in der ersten Reihe am Strand, Meerblick. Wir haben so ein Bändchen ums Handgelenk und damit hier alles frei. Einige polnischen Urlauber auch, anders kann ich mir den Salto vorwärts des einen Kollegen nicht erklären. Eigentlich wollte er sich auf die Liege am Pool legen...ist mal schön danebengegangen. Kopf vorran die Fliesen quer über die Nase gezogen.  Unser Tagesziel um 17:00 mit einem kalten Bier am Pool zu liegen, haben wir um 30 min unterboten. Das Essen ist super, viel Spanisches und ein Nachtischbuffett, um das ich mit dem Fahrrad rumfahren kann. Dann noch abgesackt und in die Falle.    

Der Tag der Tage 

Das machen wir das jetzt schon ein paar Jahre, aber das was wir heute erlebt haben, haut den Boden aus der Dose. Der Tag heute sollte der Windreichste des Trips werden. Der Reihe nach.  Wir haben Urlaub, also erst mal ausgiebig frühstücken. Die Station von ION macht sowieso erst um 10:00 auf. Wir waren trotzdem um 10:05 vor Ort. "Moin, wir sind die Neuen". Alexa ( sie war echt und nicht zu verwechseln mit dem Amazon-Blechkamerad) begrüßt uns und gibt uns gleich die Einweisung. Alles ganz easy. Merken muss der Surfer sich nur die Nummer seines Mastfusses und die vom Brett. Die Segel werden durch die ION Jungs aufgebaut. Was ein Service. Sowas werden wir in Holland auch einführen. „Wer meldet sich?“. Wir wollten mit 5,3 qm Segel anfangen, Bernd mit 5,9qm. Meine Herren, die Fanatic´s sind aber auch Planken. Kurz, aber breit. 112 bzw. 120 Liter Volumen.  Damit ca. 10 -20 Liter mehr, als die Geräte, die wir sonst fahren.

 

 

Wenn die Sonne rauskommt, wirds mehr an Wind. Risco del Paso liegt an einer Düse. Der Wind nimmt in den Bergen noch mal Fahrt auf. Der genialste Spot, an dem wir jemals waren.  Stehrevier, Wasser auf Badewannentemperatur.  Ich musste mich mit dem Hobel erst mal anfreunden. Ging auf jeden Fall mal besser als vor 5 Jahren mit den JP Boards, die fahren ja überhaupt nicht. Los ging es mit dem Flachwasserheizen im Stehrevier.  Wir 3 grinsen uns die ganze Zeit einen ab. Der Fußmarsch zur Station treibt zwar die km auf der Fitbit auf ca 10km, ist aber Teil des Trainings. Olli hat am Ende des Tages ca. 30 Surf-km auf der Uhr. Um 15:30 war dann Schluss. Zurück am Hotel könnten wir noch nicht mal mehr in den Pool. Wobei ich wäre fast freiwillig ins Wasser gegangen, weil Olli uns ständig auf einige "ältere", um nicht zu sagen steinalte Touris hinwies, die es sich nicht nehmen ließen, ihre "Körper" reichhaltig mit Aftersun einzureiben. Soweit kein Problem, aber auf dem Balkon und nackt.  Boh, ich seh weise Schafe auf grüner Wiese. 

Man soll nie Nie sagen

Gestern wars super. Der 2te Tag auf dem Wasser war noch besser. An die Bretter hatten wir uns gewöhnt, die Trapeztampen gehören doch weiter auseinander (Surfer wissen, was ich meine). Morgens ist noch mehr Wasser vorhanden, wir haben hier einen Tidenhub von 2 m. Die Lagune, wir sind am südlichen Ende, ist aber immer noch nicht voll, man kann aber super in den Kanal, der die Lagune und das Meer verbindet, reinfahren.  Dadurch ist es morgens schöner zu fahren, ein "Schlag" ist fast doppelt so lang. 

Wir hatten heute absolut geniale Bedingungen, in Holland ist zur Zeit auch Wind, hier ist es aber gleichzeitig 15 Grad wärmer.  

3 Tage in Folge

Der 3te Tag auf dem Brett. Unsere Fanatic Geckos machen richtig Spaß. Springt zwar nicht so schnell an, wie mein Mistral Flow und luvt beim Start an, wie Hölle, geht dann aber gut los, wenn er erst mal in Fahrt ist.  

 

Heute war so eine Art Springflut, die Bucht war für kurze Zeit voll Wasser und wir konnten ziemlich weit in den Kanal reinfahren, der Meer und Lagune verbindet und das Ganze mit guter Geschwindigkeit. Leider wurde der Tag durch den Verlust meiner GoPro 4 doch noch richtig doof. Langes Suchen führte nicht zum Erfolg. Zum Glück habe ich einige Videos noch vorher auf dem iPad gespeichert. Tag 4 ist schnell geschrieben. Chillen an der Station mit zu wenig Wind. Einigen Anfängern könnte ich noch verraten wie man das Brett zum fahren bekommt. "Bleibt dran, das ist der genialste Sport, den man machen kann". 

Zu guter Letzt

 

Am 5 Tag unseres Trips trieb uns die Idee, eine Buggy Tour zu machen, früh aus den Federn.  Der Shop macht um 08:00, wir sollten die 4 Stunden Tour mitmachen. "Tja Männer, die geht um 09:00 los". Oh, Sch...ade wir hatten noch nicht gefrühstückt. Ne geht gar nicht. Wir haben dann die 2 Stunden Tour am Nachmittag gebucht.

 

Die Zeit bis dahin haben wir uns in Morro Jable um die Ohren gehauen. Immer noch der typische Touriort. Sind wir nicht, is nix für uns. Zum abkühlen sind wir dann in ein Hotel der gleichen Gruppe gegangen. Der Pool war leer, die Leute auch anders.  Um 14:45 sollten wir dann am Treffpunkt der Tour sein. Zu allem Überfluss musste ich noch eine Sporteinlage hinlegen, weil der Führerschein sicher im Hotel lag, also noch mal schnell zurück gesprintet.  Sport hatte ich also auch fertig. Leicht transpiriened ( ich hab geschwitzt wie ein Schw...) kam ich rechtzeitig zur Einweisung. Die Buggys sind etwas in die Jahre gekommen, aber zweckmäßig. Uns war von vornherein klar, dass wir nicht heizen und waren an 2 schönen Aussichtspunkten. Einer war besonders klasse, heißt La Paret und ist der Wellenreitspot an der Westküste. Alles in allem eine nette Tour mit ebenso nettem Guide. Wenn man schon nicht surfen geht, dann ist es eine Alternative.  

Der Rest

Der ist schnell geschrieben. Sonne, Strand und kein Wind. Ich komme immer mehr zur Überzeugung, dass Urlaub wie die anderen, die um uns rum waren, nix ist. Wir würden uns zu Tode langweilen.  Olli fasst es zusammen: " ich fühlt nicht dazu gehörig". Die Hemmetboys sind halt anders drauf. 

Fazit: 

Das war großes Kino, an diesem Spot 3 geniale Tage surfen zu können. Diese Tage gehören in den 25 Jahren ganz nach oben auf die Liste unserer Highlights. Gib es was zu verbessern?  Nicht viel. Auf jeden Fall die Kamera doppelt sichern und vielleicht individuell buchen. 

2018: Holland, wir kommen. 

On more thing ( Steve Jobs) 

Da war dann doch noch was. Wir sind nicht wie geplant geflogen. Kaum am Flughafen angekommen hörten wir davon, dass der Flieger nicht in Hamburg rausgegangen ist. Im Laufe des Nachmittags rollten wir zurück an die Costa Calma und lagen um 17:00 mit Bier am Pool. Geniales Zimmer mit All Inklusive. Um 23:00 haben die Hemmetboys dann auch die Hotelbar übernommen. Neuer Tag, neues Glück. Wir landeten um 19:00 in Hamburg, bei 12 Grad und Regen. Na Mahlzeit. 


Saison eröffnung am Tag der arbeit

Die ganze Woche konnten wir sehen, dass am Tag der Arbeit was aus Osten kommt. Die Saison 2017 sollte eröffnet werden. Olli und ich verabredeten uns für 10:00 in Gold auf Fehmarn . Alles an Material ins Auto und früh auf die Bahn. In Gold angekommen, waren wir die Ersten. Keiner auf dem Wasser. Es war aber zu wenig Wasser in der Bucht, Ostwind eben. Also kurz zum Wulfener Hals verlegt. Ah, da sind die alle. Der Parkplatz schon gerappelt voll. Wir haben uns die 2te Parkreihe aufgemacht und  uns für 5,1qm (Olli) und 4,8qm (für mich) entschieden. Wind lag bei 5-6, einfach genial.  Die Temperatur lag bei gefühlt 2-3 Grad. Keine Handschuhe ! Der Helm brachte auch keine Erwärmung am oberen Ende des Surfers. Also mehr bewegen. Gute 2h ging es richtig zur Sache. Olli weihte seinen neuen Naish ein. Wieder einen. Auch der geht wie Hölle. ...und wieder mal...überholt hat uns keiner.

Der Wind nahm nach dem Mittag noch mal zu. Umriggen wollte nur Olli. 2 Schläge rüber mit 4,7qm waren grenzwertig. Wir grinsten uns einen und der geile erste Tag ging zu Ende. Mehr davon !    



In Erinnerung an André Paskowski, der mit nur 31 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren hat. Wir konnten André im letzten Jahr auf Fuerte bei den Dreharbeiten zu einem Film erleben. Manchmal kann das Leben richtig scheisse sein !