2017


Die Deutschland tour

In diesem Jahr wollten wir uns mal in Deutschland  - einem Teil davon - umsehen. Wir waren z.B. noch nie in Dresden.  Seit dem es feststeht, war ich allerdings beruflich schon 5x dort.  Kenn mich also doch ein wenig aus. Die Tour dauert  9 Tage und ist wie folgt. Tostedt - Magdeburg - Dresden - Weiden i.d.O. - Passau- Ammensee - Schweinfurt - Tostedt.

Möglichst, ohne eine der Autobahnen zu benutzen. Das Navi ist auf "kurvenreiche Strecke" eingestellt.

Der "Sommer" in good old Germanski ist in diesem Jahr eher schottisch. Wir sind im letzten Jahr dafür extra im Trainingslager gewesen, ne is klar. Vorbereitet sind wir jedenfalls. Die erste Etappe sollte an der Elbe entlang nach Magdeburg gehen.

Nun ging  es also los. Doch mit der GS,nicht mit dem Auto. Der Himmel war grau, Regen war vorher gesagt. Der kam auch und nicht zu knapp. Wir hatten ca. 300km vor uns, alles auf kleinen Landstraßen.  Es ging erst mal an die Elbe, beim Amt Neuhaus mit einer kleinen Fähre rüber. Da steht noch ein alter DDR Wachturm. Ist einer der letzten. Kaum zu glauben, dass die Elbe mal die Grenze war.   Gut, dass sie weg ist.  Es dauerte nicht lang, die Regenklamotte hatten wir bereits an und es fing an zu schütten.  So einen Regen hatten wir nicht mal in Schottland. Irgendwann flüchteten wir in einen MäcDo. Über Stendal, dass eine nette Altstadt hat, kamen wir in Magdeburg an. Vom Hotel waren wir positiv überrascht. Der Abend wurde durch lecker Rindfleisch in Teriaki, kroscher Ente in Curry Soße und 2 Absacker abgerundet. Ab morgen soll es sonnig werden.

Tostedt - Magdeburg, 297 km, 5,1 Liter 

Insgesamt wie oben 


Vom Magdeburg gehts nach Dresden. Die Schlagzeilen in den Zeitungen schreiben von Unwettern und Sturm. Na, da haben wir wohl gestern auch noch Glück gehabt. Heute wurden wir für den Schwimmunterricht in vollem Umfang entschädigt.  Schäfchenwolken und angenehme Temperaturen ließen uns fröhlich durch Sachsen fahren. 2 kleine Pausen, um die 8 Buchstaben zu entlasten waren ausreichend. In Dresden angekommen,  die Zimmer bezogen, schnell unter den Strahl und auf nach Downtown.

Uns hat etwas negativ überrascht, dass Stadtfest in Dresden ist.  Alles voll in der Altstadt.  Ich glaub, ich bin zu alt für sowas. Die Frauenkirche war zugestellt mit komisch sprechenden Leuten. "Ich kenn mich hier aus...lass mal in die Neustadt laufen". 30 min später stand die Halbe auf dem Tisch. Die Haxe war auch lecker. Der Wetterbericht sagt mehr Wärme voraus. Mal sehen. 
Magdeburg- Dresden 239 km, 4,7 Liter 
Insgesamt : 540 km , 5 Liter 

Sonntag,20.8.17. Heute war Sightseeingtour in Dresden angesagt. Viel gelaufen, der Fitbit schlägt Saltos.  Zum Glück war das Stadtfest noch nicht im Gange, so kriegten wir viel  Hotspots am Vormittag zu sehen. Zum Tagesabschluss gibt es noch eine Segway Tour. Vielleicht sehen wir uns später noch ein Open Air an.  

Die Segway Tour war sicher eines der Highligts der 2 Tage in Dresden. Reißt zwar ein Loch in die Tourkasse, wenn man was von der Stadt sehen und erfahren will, auf jeden Fall machen. Segway ist wie Radfahren, 1x gelernt, ist man schnell wieder drauf.  Vorteil ist, man kann überall damit fahren, echt überall. Morgen gehts nun in Richtung Süden in die Schweiz, sogar in die Sächsiche. Vielleicht ein Abstecher nach Tschechien. 

Dresden verabschiedete uns mit fast blauem Himmel. Wir schlugen uns kurz hinter Pirna in die Büsche der sächsischen Schweiz. Bald ging es bergauf, die Anzahl der Autos ging runter wie dieTemperatur. Erstes größeres Ziel war der Fichtelberg. Auf dem Weg machten wir an der Klamotte alles zu was einen Reißverschluss hatte.  Toller Herbst, der Sommer. Kurz einen Kaffee bzw.Schokolade aus der Kategorie "was Warmes braucht der Biker / Sozia", war schon überlebenswichtig. Bevor es ins Nachbarland Tschechien ging, machten wir noch einen Stopp  an einer der zahlreichen Gulaschkanonen, die am Wegesrand auf hungrige Gäste warten.  

In Tschechien fiel eines gleich auf. Hier sind einige EU Gelder reingelaufen. Im Harz reihen sich die Löcher aneinander, da fällt einem fast der Spiegel ab. Hier ist alles schiko. Top Straßen, keine Flicken oder Löcher. Ok, man sieht auch vieles, dass noch saniert werden muss. Irgendwann waren wir aber dann wieder in Deutschland und rollten in Weiden rein. Der erste Eindruck von dem Ort war aus der Kategorie Bäh, wurde dann durch die Altstadt aber nachhaltig vebessert. Tolles Brauereirestaurant mit volle Pulle Heizpilz. Sommer? Na ja. Also bleibt schönsaufen. Hat geklappt.Morgen gehts nach Passau. 
Dresden - Weiden i.d.O. , 308 km, 4,9 Liter
Insgesamt: 848 km, 4,9 Liter 

22.08. Heute sollte es von Weiden nach Passau gehen.  Wir sind  in Weiden noch auf eine Express  Shopping Tour gegangen. Eine Jacke für Jacky und für mich ein paar schnelle Schuhe waren das Ergebnis. Dabei piepst mein Mobilgerät. Der Ewald, ein ehemaliger Sharp Kollege schickt mir ein Video, ich sende Grüße zurück. "Schneller Kaffeestopp?"  Ja klar ! Liegt auf dem Weg und es ist toll ihn wieder zu sehen.  2 Stunden später gings weiter. Mittagsstopp in Cham, ich wollte echt nur einen Salat,dass als Beilage  ein Schnitzel dabei ist, kann ja keiner ahnen. Musste aber weg. Wir sind durch den Nationalpark Bayrischer Wald, echt super schöne Strecken. Sehr cool sind die Landwirte, die extra für mich ihr Gras mähen. Ich könnte da reinspringen. Ich füll das in Flaschen und verkauf das.  

Kurz vor Passau könnten wir die Dutzende umgefallener Bäume vom Samstag sehen. Das war wirklich schlimm, jede Menge  Kaminholz jetzt. 
Das Hotel ist sehr stylisch, aber auch günstig. 500 m zur Altstadt von Passau, der 3 Flüssestadt.  Na welche sind es? Das Moped steht sicher in der Tiefgarage. Ach ja, dass Wetter war erste Sahne heute. 
Morgen gehts über den Chiemsee zum Ammersee. 
Weiden - Passau, 240km, 4,8 Liter
Insgesamt: 1088 km, 4,7 Liter 
23.08: Bevor es wieder auf die 2 Räder ging, musste ein wenig Kultur her. Passau, ohne den Dom gesehen zu haben, geht nicht. Vorher waren wir ausreichend frühstücken.  Toller Innenhof in Café Wunschleben. Dann zum Dom, der für seine riesengroße  Orgel bekannt ist. Die wird auch jeden Tag georgelt, leider erst um 12:00. So viel Zeit hatten wir auch nicht. Bei blitzblankem Himmel ging es Richtung Chiemsee, die Temperaturen stiegen an. Irgendwann gegen Mittag kam der Hunger und der tolle Biergarten am Chiemsee gerade recht. Diesmal wirklich nur was kleines. 
Weitere 100 km ging es durchs Alpenvorland, tolle Kurven, sanfte Hügel lassen das Bikerherz höher schlagen.  An einer Steigung sehe ich recht ein nettes Restaurant mit Terasse. Der Kaffee war gut und ließ der Erdbeerkuchen gleich noch besser schmecken. 
Nach weiteren 80km waren wir dann am Ammersee, der Hintern war platt, wir hatten auch keinen Bock mehr auf den Bock. 
Morgen ist ausspannen angesagt. Das Hotel hat einen eigenen Strand. Das wird gut. 
Passau - Diessen am Ammersee : 282 km, 4,5 Liter 
Insgesamt: 1378 km, 4,9 Liter 

24.08. Ruhetag am Ammersee. Tolles Wetter, 26 Grad, ein Strandbad am See und Besuch von Ingrid und Ossi aus München. Den Tag brauchten wir auch, bevor es wieder Richtung Norden geht. Nach zu langerZeit, konnten wir mit meiner Cousine und ihrem Mann richtig schön einen ausquatschen. Der Tag ging rum wie nichts und mit einem Gewitter zu Ende.  Morgen gehts nach Schweinfurt. 

Ach ja, die 2 komischen Bilder hier drunter zeigen augenscheinlich einen ausgewachsenen Nachbarschaftsstreit. Scheinbar ist es hier möglich, dass Sendemasten mal einfach in ein Wohngebiet gepflanzt werden. Nicht alle finden "5 Balken" auf dem Handy gut, vor allen nicht wenn sie direkt vor Nase entstehen. 

Ammersee - Schweinfurt : 330 km, 4,9 Liter 

Insgesamt: 1710 km, 4,9 Liter 
Jeder Ruhetag geht mal zu Ende. Gleich nach dem leckeren Frühstück ging es auf die Straße. Wir wollten wieder auf den Landstraßen bleiben und das tolle Fahrwetter genießen. Es wurde richtig warm, die Temperatur ging über die 25 Grad, an den Klamotten wieder alles auf, was auf geht. Vorbei an Augsburg, Donauwörth, Feuchtwangen und Kitzingen waren liefen wir in Schweinfurt ein.  Es war super schön einen weiteren Teil der Familie wieder zu sehen. Der Samstag war sehr entspannend und wurde durch ein Abendessen bei einem tollen Italiener und einem Besuch des  Schweinfurter Stadtfests abgeschlossen. Irgendwann so gegen 01:30 gingen bei mir endgültig die Lichter aus.   

Der letzte Tag unserer Deutschland Tour war da. Es ging letztlich nur nach Hause. Doof war, dass die längste Strecke mit 470 km vor uns lag. Nach der Verabschiedung von Marlies und Kalle nahmen wir erstmal die A7 unter die Reifen.  Bis zum Hattenbacher Dreieck machten wir erst mal Strecke. Dann auf die Landstraße bis Göttingen. Zwischendurch fanden wir einen netten Gasthof gegen den kleinen Hunger.  

Den ganzen Weg hatten wir tolles Wetter, es war nicht zu warm.  Nach 470 km rollten wir  vor der Tür aus und waren zufrieden mit dem tollen Tagen unserer Deutschland Tour.
Schweinfurt - Tostedt : 470 km, 6,1 Liter
Insgesamt: 2188 km, 5,2 Liter