Alle Touren aus diesem Jahr

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2017

Endurotraining mit GS / die GS macht keine Fehler

28.5.17 : Andreas und ich wollten noch mehr Sicherheit im Gelände bekommen. Wir waren bereits mehrfach bei Kalle rund um Seegeberg unterwegs, dass allerdings mit der leichten 650er X-Challenge. Nun sollte endlich mal eine GS unter den Hintern. Vor einigen Monaten bin ich über das Enduro Action Team gestolpert. Die Jungs bieten unterschiedliche Trainings auf ihrem 80ha grossen Gelände an. Wir bestellen also das Enduro Einsteiger Training und je eine GS1200 . . Es waren 2, die bereits bei der GS Throphy benutzt worden waren. Wir fuhren 2 vom Italienischen Team. Der Wetterbericht sagte uns vorraus, dass wir viel Staub schlucken würden und das mit max Temperaturen von 30 Grad.  Am Ende des Tages wußten ( und konnten) u.a. folgendes. Richtige Fahrposition im Gelände, Bergen des Motorrads am Berg ( wenn man weiß, wie es geht, ist es völlig logisch), Berg auf- und abfahren. Anfahren am Berg. Notbremsmanöver im Gelände ( die vordere Bremse kommt nun doch wieder zum Einsatz, wenn der Enduro Modus an ist). Auch das freie Fahren im Gelände kam nicht zu kurz. Ein Highlight war das Feld eines befreundeten Bauern. Für mich war die Sanddurchfahrt eine Premiere. Muss man mal gemacht haben. Hauptsache schön am Gas bleiben....die GS macht keine Fehler.

Über den Tag wurde es immer "wärmer". Ich war super happy, dass ich nicht in voller Klamotte fahren mußte. Eine Protektorenweste und ein MC Hemd waren völlig ausreichend. Das Camelback auf dem Rücken wurde ausgiebig genutzt. Ich glaube, dass so um die 4 Liter durchgelaufen sind. Zum Abschluss des Tages waren wir noch auf dem "Spielplatz" und konnten noch einige Hügel antesten. Morgens wäre ich da niemals hochgefahren.  Wenn es erst mal gelernt ist, ist es doch "einfach" und macht total Spaß. Merke: die GS macht keine Fehler. Fazit. Trotz der 400 km Anfahrt, eine klasse Veranstaltung. Wir waren dreckig, glücklich und motiviert, wieder nach Lossatal zu fahren. An der Stelle noch mal vielen Dank an das ganze Team. Hier der Link : https://www.enduroactionteam.com/

 


Motorradfahren in Andalusien

Wir waren zu Freunden nach Andalusien eingeladen. Jürgen hat glücklicherweise 2 Mopeds im warmen Spanien. Wir wollten auf jeden Fall zusammen 1-2 Runden drehen.  20 Grad und blauer Himmel, eine R1200R unterm Hinter und leere Strassen durch die Berge. Gefühlt haben wir an 2 Tagen nur 5 Autos gesehen. Allein der Rollsplitt, der durch das Löcherstopfen verteilt wurde, ließ ab und zu den Stresspegel in die Höhe schnellen. 

Mittags meldete sich der kleine Hunger, der mit wenig Geld in der ein oder anderen Tapas-Bude gestillt werden konnte. Wir reden hier von unter 10,--€ für 2 Fahrer. Die Gegend ist traumhaft für alles was 2 Räder hat. Darum ist dort wohl auch da BMW Testzentrum Almeria. Das muss mal besucht werden. 

 


2016

April : Der erste Ritt 2016 und dann gleich ins Grüne

Die Überschrift läßt es zwar vermuten, aber keine Angst, es ist keiner abgeflogen. Vielmehr wollten Andreas und ich (wir fahren beide GS´n ) mal schauen, wie man sich auf dem Motorrad abseits der festen Strassendecke bewegen muss. Ein Coach mußte her, Kalle heißt der Mann des Vertrauens. Dazu gleich mehr.

Wir hatten uns Wochen wenn nicht Monate vorher bei Mottouren zum Enduro-1 angemeldet. Um kurz vor 10 sollte es losgehen, 1 Stunde Anfahrt bei 5-6 Grädern zeigt zum einen, dass die Griffheizung noch funzt ( ja, ich weiß..Weichei) und das noch kein Sommer ist. Grobe Richtung Bad Segeberg. Dort angekommen, wartete schon eine entspannte Riege von Mitfahreren ( Männlich) und Anke, als einzige Dame. Einige der Teilnehmer wollten mit dem eigenen Untersatz fahren. Ich nicht. Das erste Mal offroad, ich völlig ahnungslos und schliesslich fahr ich Panzer (GS Adv). Andy und ich hatten Mietmopeds bestellt. Mit grober Bestollung ( nicht Bestuhlung). Merke: ein TKC-60 erspart das Vertikutieren. Es war bei mir eine BMW 650, x-challenge. Niedlich, aber mit genug Leistung.

Vorstellung, Einweisung durch Kalle, ABS ausmachen und los gings. "Ich werde mich so auf die Fre...packen", schoß es mir unter den Helm. Dann gings auch bald auf den ersten Feldweg, die Hinweise von Kalle immer vor Augen. "Finger weg von der Handbremse, Fuß auf die Bremse und  HALLOOOO ,Füsse auch immer auf die Rasten, 2 Finger an die Kupplung"

 

Irgendwann im Laufe der ersten 2 Stunden platze der Knoten wieder mal. Wer kennt das noch, mit dem Fahrrad zu treten bis der Oberarzt kommt und dann auf dem Sandweg eine Vollbremsung Rücktritt hinlegen? Hier, genau wie früher, nur schneller und ohne abstrampeln. Das Grinsen wurde schon breiter. Noch breiter wurde es dann bei den Einlagen im tieferen Gelände. Wenn der Grobstöllige sich durch den Mutterboden fräßt und die Kiste das macht was du willst, ...grins.

 

Die Sonderprüfung forderte doch einige Umfaller. Im Gegensatz zum Strasseneinsatz wurde aber nur Dreck und Gras aus dem Sturzbügel geknibbelt. Die folgende  Pause war verdient und das Essen lecker. Bei einsetzender Müdigkeit in der Sonne, es war sehr angenehm warm geworden, gings weiter. Wir waren wieder hellwach. Am Nachmittag wurde mehr gefahren, die super Tipps von Kalle vertieft. Auch ein Abhang / Absatz mit ca. 1m Höhe stellte keine unlösbare Aufgabe mehr dar. Ich hab dann irgendwann das Rausbeschleunigen aus Kurven mit leichtem Ausbrechen des Hinterrads für mich entdeckt.  "Hinter dir kann man echt nicht herfahren". Ich werte das mal als Kompliment an das immer wieder durchdrehende Hinterrad. Der Tag ging dann doch zu Ende, viel zu schnell, mit viel Spaß und einem super Coach. Wir haben viel gelernt.  Wie der Terminator sagt : "I´ll will be back" und zwar am 2.7. zu Enduro 2


Mai : Übung macht den Meister

Es ist nie zu spät. In diesem Fall, dafür wieder aufs Moped zu steigen. Boxer muss es sein, R1200R muss sie heißen und wird von Jürgen gesteuert. Da Jürgen auch auf der Olytour 2016 mitfährt, sollte noch mehr Kurvensicherheit her. Ausserdem wollten wir mal 2 Abende dummes Zeug quatschen, bzw. in Erinnerungen schwelgen. Was ältere Herren nach 2 Köstrizern halt so machen. Die Idee ( "lass uns doch mal"...) war da, ein Termin wurde gefunden. Weil  50% von uns 2en schon Rentner sind, mußte ich terminlich flexibel sein. Rentner haben ja nie Zeit. Hotel gesucht und in Herzberg gefunden. Herzberg liegt im Harz. Bekanntlich sind die Straßen dort meist nicht so gerade, es geht rauf und runter. Gute Vorraussetzungen für "Kurventraining". Freitag hin, Sonntag zurück. Regen haben wir uns nur kurz auf der Anfahrt gegeben, dann ausgeschaltet. Samstag und Sonntag  nur Sonne mit Temperaturen bis 23 Grad. Jürgen war mit 14 das letzte Mal im Harz, Skifahren in Skt Andreasberg. Den Hügel nebst Sessellift haben wir uns dann natürlich auch angesehen. Damit die Kultur nicht zu kurz kommt, haben wir einen Museumsbesuch ( Flugzeuge und Hubschrauber) und eine Produktionsstätte für Heilkräuter ( Whiskeybrennerein in Zorge= nur schnüffeln, no taste ) im Programm gehabt. Denkmäler haben wir auch angefahren, das Denkmal war aber von Bäumen verstellt. Denkmal an...Darum blieb es auf dem Kyffhäuser dabei, die Eisvoräte der Gastronomie auszudünnen und uns bei der Abfahrt die neuste Baustelle anzusehen. Wir wissen auch, dass am Netzkater eine neue Holzhütte steht. Da gibt es wohl auch was zu essen, angeblich.

Mein persönliches Fazit des Wochenende. Es war super. Die Kurven sind zum fahren da. Hat auch geklappt. Meine Wetter App ist immer noch die Beste  (Anmerk der Redaktion: 2:0 für mich ). Wir haben uns Sonntag dann doch recht früh auf den Heimweg gemacht und konnten ZTK noch einen Kaffebesuch abstatten. 


Mai: Bikerfrühstück

Zusammen macht es ja mehr Spaß. Darum hatte ich meine Frau ( gleichzeitig Sozia) und mich, für das "Bikerfrühstück"von Mottouren angemeldet. Hier der Werbeblock: www.mottouren.de . Das Ganze fand am Samstag statt. Das Wetter war wie bestellt, die Temperaturen sollten bis 23 Grad hochgehen. Regenzeug blieb also gleich im Keller. Wieder mal perfekte Vorraussetzungen. Andrea, Hartmut und Andreas hatten sich auch angemeldet. Da Hartmut und ich im gleichen Irrenhaus arbeiten - zum Glück kriegen wir Geld dafür -, konnten wir uns noch einen Tag vorher über den Beginn "abstimmen". 09:00 oder doch 10:00 ? Ok, also 09:00 steht auf der Seite. Rechtzeitiges Erscheinen sichert die größten Brötchen. Jacky und ich bekamen also die Größten.  Wir waren zu früh. Sollte doch erst um 10:00 losgehen.  Erste Kaffee´s wurden inhaltiert und das Eintreffen der Mitfahrer abgewartet. Thomas war unser Guide. Hat er echt super gemacht, die Stecke ging in Richtung Ratzeburg / Schaalsee. Schleswig- Holstein kann echt klasse sein.  Es hing immer noch ein Hauch von Raps in der Luft. Eine kurze Pause am Elbseitenkanal und eine ausgiebige Kaffeepause rundeten den Tag ab. Gegen 17:00 löste sich die Truppe dann bei Trittau auf.  Wir sind für ein 2tes Bikerfrühstück schon gebucht.

Wer die Tour mal nachfahren will und die Navidaten haben möchte, schreibt ins Gästebuch.

 


Juni: Ist schon Weihnachten ? Die Olympus Tour 2016

Ne, nur ein Jahr ist wieder rum und damit auch die Olympustour. Wie sagt der alte Philosph: " Schöne Dinge vergehen schneller". Das Wochenende war rum wie nix. Freitag ( 17.6.) sollte es ins Weserbergland gehen. Die Sollingshöhe von Carsten Macke in Silberborn war als Anlaufstelle eigentlich schon gesetzt. Der Mann kocht zu gut. Gleich mehr dazu. Wir sind zu viert in Tostedt losgekommen, nachdem wir voher noch kurz eine Arche gezimmert hatten. Das war Sintflut. Besser doch Jetski nehmen? Die wasserdichte Kombi und Handschuhe gehörten das ganze Wochenende zur Standardausrüstung.  Am Heidepark wurde Katharina eingesammelt, die durch ihre schwarzgelbe Regenkombination auch immer gut zu erkennen war. Über Wietzendorf und Bergen gings nach Süden. In Bergen war erster Tankstop für Hennig, der nach dem Absitzen gleich im Tankwartshäuschen verschwand. Hennig suchte nach technischer Unterstützung. Einer der Haltebolzen seiner Vorderradbremse hatte keinen Bock mehr, sich dann auch verabschiedet, nicht ohne Hennig vorher noch Lebewohl zu sagen, sprich, er hat den Bolzen an den Stiefel bekommen. Der 2te Bolzen hatte die gleiche Tendenz. Wer kennt den Wernerfilm, in dem die Bremse an Werner vorbei fliegt?  Lachen konnten wir nur bedingt. Der nette KFZ-Meister neben der Tanke, hatte 4 Sprengringe und einen neuen Bolzen. Alles fest, Kosten 5,-- € und weiter gings.  Der Rest der Fahrt war nicht mehr so spektakulär. Grosses Hallo in Silberborn, erstes Stiefelbier und noch eine Dusche , aber diesmal in der entsprechenden Kabine, nicht auf der Bundesstrasse.

Wir essen immer zeitig. Gongschlag 19:00 kam der Hammer. Besagter Chef de Cusine hatte Garnelen "all you can verputz" auf der Karte. Es folgte eine Gradwanderung zwischen " ..den einen noch" und Eisweißschock.  Kommt mir doch der alte Schlager in den Kopf: "Oh Karola, ich häf di in de Köck dei Kraben pulen sähn..." oder so ähnlich. Dabei war meine Schwester gar nicht mit. Da war sie wieder die Schnappatmung.  Eine gute Gelegenheit, Jörg als Neuen in der Runde zu begrüßen !  

Um 10:00 wollten wir am Samstag die eigentliche Tour unter die Räder nehmen. Alle waren pünktlich am Start. Es ging in Richtung Osten. Wir haben beim Fahren ein recht gutes Kolonnensystem genutzt, um keine Mitfahrer zu verlieren, aber auch nicht ständig warten zu müssen. Das geht so. Der Erste und der Letzte bleiben immer auf ihrer Position. Der 2te bleibt beim Abbiegen am Rand stehen und weist den Nachfolgenden den Weg. Sind fast alle durch, ordnet sich der 2te dann vor dem Letzten wieder ein. Das passiert an jedem Abzweig. Wichtig, erst weiterfahren wenn der letzte Fahrer kommt.

Das Ziel war Osterode, dass am Harzrand liegt. Erster Kaffeestopp war nach einer halben Stunde rum, es ging über Hörten-Hardenberg nach Hameln / Reinhardshagen und waren wieder an der Weser. Der Mittagsstopp war an der Fähre von Hemeln. Der Regen lies uns in Ruhe. Nun ging es ins die Hügel, naja, Berge sind das nicht. Immerhin ging es nun öfter durch Kurven. 

1 x mussten wir die Regenklamotte dann noch überziehen. Blieb auch so bis zum Ende der Tour. 270km waren rum. Keiner ist vom Bock runtergefallen. Der Abend klang mit dem Menü "Was für ganze Kerle" und einigen Landbier aus.

Am Sonntag ging es dann nach dem Frühstück wieder nach Hause. Der Regen ließ uns nach den ersten 10 km dann auch in Ruhe. Wir sind westlich an Hannover vorbei zum Steinhuder Meer, von dort nach Soltau. Danke an alle "Mitfahrer", Sozia´s und Hundesitter. Es war richtig toll mit euch !    Hier die Strecke : 


August : Schottland auf dem zweirad

Der Film 

Der Urlaub 2016 ist aus der Kategorie "Schon dran gedacht, am Ende wars doch Zufall".  Eigentlich wollten wir in diesem Jahr in den Süden. Eine Idee meines Schwiegervaters, mit seinen Kindern zum Tattoo nach Edinburgh zu fahren, führte dazu, dass Jacky und ich, a) den Urlaub in Schottland verbringen und b) das Ganze auch noch mit der GS zu machen. 

So, dass Ziel war also klar. Nun ging es an die Vorbereitungen, vor allem die Fähre mußte gebucht werden. Ging alles glatt. Da wir noch nie in Schottland waren, haben wir uns entschieden, eine Hoteltour von DFDS ( Fährlinie) zu buchen. Dann müssen wir uns nicht mit B&B ( Bed&Breakfast) beschäftigen, sondern fahren nur vom einem Hotel zum nächsten. Dabei kommen wir an vielen schönen Zielen vorbei. Meist haben wir in jedem Hotel sogar 2 Übernachtungen, also Zeit, uns die Schotten aus der Nähe anzusehen.

 

2 Wochen, 2 Personen und 1 Moped. Da muss gut gepackt und überlegt werden, was mitkommt. Also gleich mal angefangen, alles aufzuschreiben. Dann auch schon mal die Strecken von Hotel zu Hotel planen. Hier schon mal die grobe Strecke.

Tostedt - Amsterdam ( 460 km und Fähre nach Newcastle),  Newcastle  - Peebles ( 150km) , Peebles - Drymen ( 130km), Drymen - Oban (130km), Oban - Inverness ( 180km), Inverness - Ballater, Ballater - Kinross ( 120km), Kinross - Newcastle ( ca. 230km) , Newcastle -Amsterdam ( Fähre), Amsterdam - Tostedt. Das soll die 14 Tage füllen. 

 

Ansehen werden wir uns auch was. Schon jetzt haben wir folgendes auf dem Sightseeingplan. Stirling mit dem Castle, dem Wallace Monument ( Braveheart), Edinburgh sowieso, das FalkirkWheel, Glenfinnian Viadukt ( Hogwarts Express fährt hier), vielleicht 2 Destillen, Isle of Mull und vieles mehr. Wir wissen auch, dass es dort "Mücken", die sog Midges gibt. Die stechen nicht, die beissen. Angeblich soll nichts helfen. Um zu sehen, wo die Biester gerade am schlimmsten unterwegs sind, gibt es sogar eine App.  

In 5 Wochen soll losgehen ( 8.8.). Es gilt es noch einen Termin beim freundlichen BMW Händler zu holen, um noch einen Satz neue Pneu´s zu bekommen. Ich lasse wieder die Michelin Anakee 3 draufziehen. Ein Spitzenreifen.

Platz für unser Gepäck werden wir genug haben. 2 BMW Koffer, Tankrucksack und eine grosse Tasche auf dem Gepäckträger.

21.7. ein kurzes Update. Die neuen Reifen sind drauf. Der freundliche Serviceberater von BMW im Offakamp war selbst vor einigen Wochen auf der Insel und konnte mir noch einige Tipps geben. 

  • Zur Zeit ist die Brücke (A22) über den Kanal bei Amsterdam gesperrt ( vermutlich bis Oktober 2016). Mein Navi führt mich über die A9 über den Nordzeekanaal. Ist nur ein kleiner Umweg.
  • Zeit lassen beim Einschiffen, es packen sich immer wieder Leute auf der Fähre ab, weil sie zu hektisch werden.
  • Handy auf dem Schiff aus.  --> die Daten/Gespräche gehen über Satellit, wird teuer.
  • Verzurrgurte mitnehmen, die vom Schiff sind meist recht dreckig. Ich habe mit bei Touratech kleine Schlaufen gezogen ( 4 Stück). An meine GS kommt nur Seife und die Schlaufen. Da hänge ich die Verzurrgurte ein. Das Moped am besten auf den Seitenständer stellen, 1 Gang rein, Lenker nach links. Es kann sein, dass die Mitarbeiter der Fähre das Moped verzurren wollen, selbst ist der Mann. Entweder an allen 4 Ecken mit den Schlaufen oder mit einem Gurt über die Sitzbank. Wichtig: Alten Nierengurt auf die Sitzbank legen.
  • Zeitlassen bei Einchecken. Alle Mopedfahrer wollen ihre Kabinen haben, die stehen sowieso nur auf den Gängen rum. Also cool down oder gaaanz schnell sein.
  • Packt eine Tasche, mit allem was ihr an Bord braucht, den Rest am Moped lassen. Falls es auf der Anfahrt regnet, ziehe ich die Plastikpelle über. Membran in der Kombi ist zwar schön, trocknet in der Kabine aber nicht. Warum nicht ? Das Fenster geht in der Kabine nicht auf. Ne, is klar.
  • Alle Taschen und Koffer, die am Moped bleiben, sollten abgeschlossen sein. Ich nehme mir 2 kleine Kofferschlösser mit, um z.B. den Tankrucksack abschliessen zu können ( gut bei Shightseeing). Ein kleines Kabelschloss ist auch sinnvoll. Damit kann man die Helme oder den Tankrucksack am Moped festketten. Ich will nicht immer alles mitschleppen.
  • Ich hab mir die Adressen der Mopedhändler rausgeschrieben, nur für den Fall der Fälle. Vom ADAC hab ich eine entsprechende Karte, die uns ggf. mit dem Privatjet rausholt. Die haben mir auch noch alle möglichen Karten etc geschenkt. Die Notfallnummern sind ins Handy geklöppelt.
  • Ich werde KEIN Werkzeug mitnehmen. Ich nehme aber Flickzeugs mit. Achtung: Pumpe oder Luft in Tüten nicht vergessen. Sonst taugt das Flickzeug nur bedingt.

 

1 Tag, Anreise Tostedt  - Amsterdam, 8.8.2016, 470 km , 6,2liter im Schnitt, 96km schnitt. 

Endlich war es soweit, es sollten also losgehen. Die GS war getankt, fast alles schon verpackt und sie stand am Vorabend fertig in der Garage. Gedanklich sind wir öfter durchgegangen, ob wir alles dabei haben oder doch zu viel? Zu viel hatte ich auf jeden Fall die Spanngurte. Das stellt sich aber erst beim Verladen raus. Da waren so viele an Bord, dazu aber gleich. Um 08:30 machten wir uns auf den Weg. Erst mal bis kurz vor Bremen auf der Landstrasse, weil wir Autobahn noch genug sehen sollten. So voll beladen schiebt die GS ganz schön in die Bremsen. Nach einigen Kilometern hatte ich mich daran gewöhnt. So bepackt war sie noch nie.

 

Bei Posthausen ging auf die A1, kurz hinter Bremen in Richtung Oldenburg. Was soll ich lang erklären, es ist genau der Weg nach Makkum wenn´s zum Surfen geht. Das Wetter war schlechter angesagt, aber trotzdem trocken. Es wurde nur 2x kurz nass, kein Grund anzuhalten. Die km wurden abgespult, Groningen ließen wir hinter uns. Der kleine Hunger meldete sich, die GS hatte auch Durst, also sind wir wie geplant in Makkum raus und haben uns eine Portion Kibbeling geholt. Die Abfahrt Makkum ist kurz vor dem Damm. Man fährt nicht in den Ort rein sondern immer gerade über die Kreisel zum "Holle Porta". Am Ende ist noch ein Kreisel und die Fischbude mit dem Kibbeling. Wir haben auch nachgeschaut, wie es ist, wenn es Wind hat auf dem Isselmeer. Wehe wenn wir in 6 Wochen wieder keinen Wind haben. Wind ist aber trotzdem doof wenn man auf dem Moped sitzt.  

 

Über den Damm ging es in Rtg Amsterdam. Ich wußte, dass der Tunnel in der Nähe der Fähre gesperrt war. Das Navi kannte die Alternativroute, wir liefen genau um 15:00 das dem Fährgelände ein. Nun hieß es warten aufs Boarding, gute 1,5h. Ging alles reibungslos, aber auch etwas langweilig.  Nachdem gefühlt 1500 Autos im Bauch der Fähre verschwanden, waren „the Motorbikes“ an der Reihe. Die Männer von Fährteam weisen einen entsprechend ein.  Moped schön eng an der Wand abstellen und Tasche und Tankrucksack abzuppeln. Dann 4 Gurte geholt, die ordentlich an der Wand hingen. Ok, schon ein wenig älter, aber alles kein Problem. Mein Gurte konnte ich in der Packtasche lassen. 4 Gurte, 4 Ecken, fertig. Nach einem Schiffsorientierungsmarsch mit Auslaufbildern und Abendessen ging der erste Tag zu Ende. Um 09:00 morgen kommen wir auf der Insel an. 

 

Tag 2 von Newcastle nach Peebles, ca. 190 km 

 

Mopedfahren ist besser als Schiff. Nach der windigen Anreise nach Amsterdam waren wir entsprechend früh in der Heia. Kleine Unterbrechungen änderten nichts daran, dass wir gut Bubu machen konnten. Je näher wir UK kamen umso höher wurden die Wellen. Die machen ganz schön die Welle, die Briten. Schon ein kleiner Gallier hatte es  erkannt : die spinnen, die Briten. Kurzum, dass Frühstück ist ausgefallen...wurde auf später verschoben, Off board sozusagen.

 

Nach der Ausfahrt aus dem Hafen wartete die erste fahrtechnische Herausforderung. Alles auf links. Ich liebe Kreisel, man muss nicht überlegen, im Zweifel einfach dem Vordermann hinterher fahren. Heute war ich auch nur 2x auf der falschen Seite der Strasse. Da waren wir aber schon längst raus aus der Stadt. Der Magen hatte sich wieder geruhigt und knurrte vor sich hin. Das Frühstück war dann doch eines vom gelben M. Die Muffins schmecken wie bei uns. Dann erst mal raus aus der Stadt. Erstes Ziel war der Kielder National Forrest, ein erster Hauch von Single Track Roads. Am Kielder Water, was nix anderes ist, als ein Stausee, trafen wir dann auf einige Biker aus Germany. Wir stoppten dann gemeinsam an der Englisch - Schottischen Grenze, die obligatorischen Fotos machen. Bislang hatte es den ganzen Tag nicht geregnet, der Wind ließ auch nach.

 

Wir machten dann spontan einen Schwenk nach Jedburgh, zum einen um die Abbey zu sehen ( zumindest von aussen), vor allem aber wieder was zu essen. Nur was kleines. Direkt an der Abbey ( die Engländer hatten annodunemals versucht, dass Ding abzureissen um die Schotten zu ärgern - haben sie aber nicht geschafft, später haben die Schotten selbst Hand angelegt, weil sie keinen Bock mehr hatten, das die Engländer ständig an die Tür klopften.) ist ein nettes kleines Café. Die Damen dort waren supernett und die Scoons der beste, den ich jemals gegessen hab - Kunststück war auch der Erste. Die Damen reichten Jam and Cream dazu. War nicht schlecht. Jacky wurde durch eine sehr leckere Tomatensuppe mit gerösteten Paprika an die Aufnahmegrenze geführt. Sie gab auf.Nun ging es direkt nach Peebles. Hier der Hoteltipp:  http://www.peebleshydro.co.uk

 

Natürlich, es musste noch sein, ging nicht ohne. Es fing an zu schütten. Also rein in die Regenklamotte. Die letzten 30 km doch noch im Vorwaschgang. Die Mitarbeiter im Hotel empfingen uns sehr nett, meine GS bekam auch einen Platz unterm Dach und wir ein tolles Zimmer. Das wird eine ruhige Nacht ohne Wellengang.

 

Der Tag in Peebles und Umgebung, 100 km im Kreis, 4,6 l im Schnitt 

Nach einer ruhigen Nacht ohne Geschaukel haben wir uns erst einmal dem englischen Frühstück hingegeben. So richtig wie aus dem Lehrbuch. Eier mit Speck, Toast mit Jam und Haggis ( also Jacky hats probiert). Nachdem sich der schottische Nebel verzogen hatte, wollten wir uns mal ein Castle aus der Nähe ansehen. Ist in Laufweite und heißt Neipath-Castle. Wo genau es steht wußten wir zwar nicht, liefen erst mal in die ungefähre Richtung. Eine freundliche Schottin wies uns den Weg und meinte noch, wir sollen auf uns aufpassen. Ist a little slipy on the way. Daraus wurde eine 5-6 km Wanderung entlang des Tweet River. Zurück im Ort wurde der kleine Hunger erst mal mit einem Latte M und etwas Süßem eingedämmt. Kurzer Hand haben wir noch ein Tisch in einem Restaurant  (Osso) für heute Abend bestellt. Ein netter älterer Mann saß davor, laß seine Zeitung und meinte, dass man drinnen ganz prima essen könnte. wir werden sehen..

 

Das Wetter zog zwar langsam von blau zu grau, hielt uns aber nicht ab, uns dann doch noch auf die GS zu schwingen.  Ca. 50km weg sollte ein ziemlich spektakulärer Wasserfall sein.  Erstes Ziel war Moffat und von dort im Kreis zurück nach Peebles. Dabei sollten wir am Wasserfall vorbei kommen. Grey Mare´s Tail heißt es . Die Anfahrt führte uns durch ein Tal wie aus dem Bilderbuch. Trotz der Regenmembran in der Kombi, haben wir unterwegs dann doch von aussen mit Plastik abgedichtet. Am Wasserfall zeigte uns ein ca. 2-3 ständiger Aufstieg zum Fall, dass unsere Schuhe nicht dafür ausgelegt waren. So wie wir auch nicht. Gesehen haben wir ihn also aus der Entfernung. Zurück in Peebles wurde noch getankt. Trotz der Regeneinlage am Nachmittag ein schöner Tag. Morgen gehts dann zum Loch Lomond und das Wetterbericht sagt was von Sonne und 21 Grad zum Wochenende. Die spinnen....

11.8.16, Tag 4, von Pebbles zum Loch Lommond , 110 km, 4,7 L im Schnitt, 55km/h

Der Regenbericht, weil Wetterbericht ist das hier nicht, zeigte, dass es um 10:00 aufhören - pausieren sollte. Wir sind also im Punkt 10:00 in Peebles los. Es regnete wirklich nicht. Die Strasse war zwar nass, es war mit 16 Grad aber recht warm. Wir sind in Richtung Glasgow gefahren. Nach letzten grünen Hügel wurde die Landschaft doch erst mal flacher, die Häuser waren auch nicht mehr so schön wie rund um Peebles.

 

Ein kurzer Stopp an einer Tanke zeigte, wie ein dreckiges Moped aussehen kann. Meine Güte. Kurz die Leuchte sauber gemacht und Luft nachgefüllt ( die nehmen hier Kohle dafür, ach ja Schotten und Geld, da war doch was ) weiter gings. Wir sind nördlich an Glasgow vorbei, mal sehen ob wir noch mal reinfahren. Das Wetter hielt sich bis 8km vorm Ziel. Da gings noch mal richtig los. Schöner Landregen, der uns auch beim Abladen entsprechende Kühlung verschafft hat. Hotel ist klasse, Zimmer sehr gemütlich. 

Es soll angeblich über 15 Arten von Regen geben, wir kennen sie alle schon. 

 

Nachtrag für heute. 

Der Tag war noch nicht vorbei. Wir sitzen beim Essen im Hotel, marschiert eine umfangreiche Drums & Pipes Band vorm Hotel auf und spielt trotz Regen einige schottische Highlights. Von Amazing Grace, über Highland Cathedral bis Schottland the Brave war einiges dabei. Da war es auch egal, dass der Regen immer mal wieder von oben kam.    

5ter Tag, noch am Loch Lommond, Tour nach Stirling, 85 km 

So langsam find ich das Fahren im Regen richtig gut. Was bleibt auch über? Ein Blick aus dem Fenster zeigte heute früh, ein Grau in Variationen und, na was ...Regen. War ja auch angesagt. Der Regenbericht fällt ab morgen wohl erst mal aus. Egal, wir ließen uns nicht abhalten die wasserdichten Sachen überzuwerfen und nach Stirling zu fahren. Einen Tag im Hotel zu verbringen war keine Alternative. Schliesslich ist Stirling eines der Highlights der Reise. Hier warten gleich 3 historische Punkte, die angesehen werden wollten.

Ca. 10 km vor Stirling hörte der Regen dann auf. Na ja, dieses leichte Getröpfel merken wir ja schon nicht mehr. Heute war es ohnehin mehr wie im Regenwald, feucht und warm, immerhin 18 Grad. Stirling Castle war das erste Ziel. Hier wohnten doch einige gekrönte Häupter und liessen es sich gutgehen, solang die Engländer nichts dagegen hatten. Die Schotten, allen voran "Robert the Bruce" haben den Engländern ganz in der Nähe am Bannockburn eine Abreibung verpaßt, an die beide noch heute denken. Ich glaub das heißt mittlerweile Brexit.

 

Nach einer ausgiebigen Besichtigung des Castle konnten wir das nächste  Ziel schon sehen, das William Wallace Monument. Keine 3 km weg. Uns war durch laufen auf der Burg schon recht warm geworden. Den 2ten Aufguss bekamen wir dann beim Aufklettern auf das Monument. Das Ding steht auf einem Berg, drinnen führen 250 Stufen ganz nach oben. Da es 1868 erbaut wurde, ist kein Fahrstuhl drin, nur eine ganz enge Wendeltreppe. Wenn dir dann so eine typische amerikanische Touristin entgegen kommt, kommt kurz Schnappatmung auf. "Wie ist die da raufgekommen" ? Der Ausblick entschädigt aber.

 

Wir konnten auch das Schlachtfeld von Bannockburn sehen, dem 3ten Ziel für heute. Also die 5km noch schnell hinter uns gebracht. Eine super 3D Show zeigt im Normalfall, wie die Schotten, obwohl die 3:1 unterlegen waren, den Engländern die Leviten gelesen haben. Normalfall heißt, dass ein Teil der Show ausgefallen war. Dafür war es schottisch kostenlos. Mußte der Guide halt mehr erzählen, als zeigen. Wir haben gelernt, dass Robert the Bruce ein guter Taktiker war und den Gegner auch schnell demoralisiert hat. Müssen echt harte Hunde gewesen sein, damals. William Wallace hatte die Engländer an der Stirling Bridge auch schon kräftig den Ars...versohlt. Wir standen also auf historischem Boden.

 

Allerdings setzte nun der Regen wieder ein. Also alles wieder wasserdicht machen und zurück nach Drymen ( müsste eigentlich Wetmen heißen). Es war ein super schöner Tag. Viel gesehen, viel gelaufen und viel weniger Regen als gedacht.   

Tag 6, von Drymen nach Oban, ca. 180 km, 4,8 l/schnitt

War wohl nichts mit Regenpause. Auch heute konnten wir unsere Regenjacken ausgiebig testen. Es war wieder Transfertag. Es sollte an die Westküste nach Oban gehen. Der Sommer läßt sich hier genauso Zeit wie in Deutschland. Wir sind erst ein ganzes Stück am Loch Lomond entlang und haben uns dann irgendwann nach links in die Berge geschlagen. Einen ziemlich grossen Bogen meist am Wasser, die hier Lochs heißen, entlang. Da die Tankstellen hier Sonntags alle dicht sind, haben wir die GS noch schnell abgefüllt.

 

Die Strassen hier sind der Hammer, Kurven ohne Ende, rauf und runter. Die Schotten bauen die Strassen mit viel Grip, das liegt vermutlich an dem vielen Rollsplitt, den die benutzen. Manchmal kommen die Abschnitte ohne Ankündigung, das schraubt die Geschwindigkeit runter und die Haarspitzen durch den Helm. Das Navi war heute auch nicht gut drauf, meint irgendwann, dass ich umdrehen sollte. Nix da.

 

Auch die letzten km brachten wir hinter uns und rollten nach Oban rein. Im Gegensatz zu Dreyman gradezu riesig und Hafenstadt. Hier liegen eine Reihe von Fähren an und Fischfang wird noch gross geschrieben. Wir fanden das Hotel, es war ca. 14:00. Beim Versuch uns einzuchecken, meint der freundliche Mitarbeiter, dass er keine Reservierung für uns hat. Ich blieb erst mal ganz ruhig, er wollte erst mal seinen Manager befragen. " Frag du mal, ich hab eine Bestätigung"... dachte ich mir. Wir würden sowieso erst ab 15:00 ins Zimmer können. Auch ok ! Wir hauten uns in die Bar und einen Latte M in den Kopp. er kam vom Meeting mit dem Manager wieder. "Good news or bad news?" Es war alles klar. Angeblich hatte DFDS keine e-Mail geschickt. "Ne is klar". Wir sollten aber trotzdem ein Zimmer bekommen. "Kunststück, ich hab Bestätigung und krieg Zimmer, my little Scottish Friend"

 

Dann noch mal in den Ort. Wir hatten recht grossen Hunger. Heute wars dann doch mal ein Chinese, gute Wahl, es war echt lecker. Wir entschieden uns, morgen nicht nach Mull überzusetzen, weil wir um 15:40 einen Termin in der ortsansässigen Destille zur Tour haben. Hab ich es doch gewußt, dass Zeugs ist bei uns zu Hause günstiger. Wir werden nach dem Frühstück zum Glenfinnian Viadukt fahren ( Hogwarts Express fährt hier drüber)...aber nur wenns nicht regnet. Mittlerweile hat es wirklich aufgehört. 

 

Tag 7 in Oban und Umgebung

Wir wollten heute mal keinen grossen Ausflug machen. Ein kleiner tat´s auch, nur 25km an der Küste entlang zu einem kleinen Hafen. War echt nett und total ruhig dort. Es ging über single track roads dort hin und nach einem Kaffee wieder zurück nach Oban. Nach einem kleinen Mittagssnack am Hafen ( Jakobsmuscheln in Knobibutter) hatten wir noch einen Termin in der Oban Destille. Mit allem drum und Tasteting. Gut wenn man mal nicht fahren muss. Der Tag wird durch ein nettes Abendessen in einem guten Fischrestaurant abgeschlossen. Ach ja, geregnet hat es heute nicht.  So soll es bleiben, sagt zumindest der Wetterbericht. 

Tag 8, von Oban nach Inverness, 233km, 4,6l im Schnitt 

Nun war es endlich soweit. Kein Regen mehr, wir konnten es nicht glauben, hatten die Regenmembran erst mal in der Jacke gelassen. Pünktlich mit der Abfahrt aus Oban kam der Stern raus. Um die 21 Gräder sollten es heute werden. Es ging an der Küste in Richtung Norden. Das erste Ziel war das Glenfinnian Monument. Hier ist einer der schottischen Könige auf seiner Flucht vor den Engländern mal an Land gegangen. Er spielte später in der Geschichte noch eine wichtige Rolle, drum hat man ihm hier gleich ein Monument hingestellt. Ob die Touris nun wegen ihm oder eher doch wegen der Eisenbahnbrücke ( Viadukt) des Hogwarts Express hier her kommen, bleibt wohl ein Geheimnis.

 

Wir haben uns beides angesehen und auch gleich Postkarten an und Familie geschrieben. Das sind solche mit Bildern bedruckten Pappkarten, auf die man hinten die Adresse und einige nette Worte an alle schreiben kann, die nicht mitsollten. Alle anderen kriegen e-Mail oder Facebook Bilder. Wir wollten jetzt erst mal Strecke machen und hielten dann in Fort William, um die sog Neptune´s Staircases zu bewundern. Das ist eine 7stufige Schleusenanlage. Schiffe waren keine drin, drum schnell weiter.

 

Der nächste Stopp liess nicht lang auf sich warten. Das sog. Commando Memorial. Die Highlands werden auch zur Ausbildung der Elitesoldaten der UK-Streitkräfte genutzt. Das Memorial soll an die 1700 gefallenen "Commandos" des WW2 erinnern. Toller Platz und es wird schon ein wenig eng im Hals. Die 3 Soldaten schauen in die Highlands in Richtung des Ben Nevis, dem höchsten Berg Schottlands. 

 

Man hatte uns zwar gewarnt es nicht zu tun, wir sind dann doch am Loch Ness entlang. Langen Hals haben wir keinen gesehen ( also von diesem komischen Tier, dass hier rumschwimmen soll), eher selbst bekommen, weil allerlei Gestrüpp den Blick auf den See versperrt. Irgendwann machten sich das lange Sitzen bemerkbar. Uns kam das Urquhart Castle gerade recht um die Backen mal zu entlasten. Burg geentert und neben einigen Japanern, Franzosen und andern EU-Mitgliedern, die alten Steine bestaunt. Ist es etwas kitschig, sieht aber gut aus. Cool für mich waren die 4 F-15 und der Eurofighter, die die Burg als Navigationsziel überfliegen. Nach der Burg ging direkt nach Inverness, wir kamen auch genau richtig für den Feierabendverkehr. Der Tag war lang, morgen gehts schon weiter, deshalb bleiben wir zum Essen heute in dem sehr schönen Hotel. Hoteltipp: Drumossie Hotel, Inverness. 

Tag 9 von Inverness nach Ballater, 180km , 4,7l im Schnitt.

Nachtrag zu gestern, vor allem zum Hotel in Inverness. Es war bislang das beste Hotel, noch vor Peebles. Leider holte uns der Feueralarm um 3:30 aus dem Bett. Bei Feueralarm erst mal Ruhe bewahren. Der Alarm ging nach 1min erst mal wieder von selbst aus. Kurz die Nase auf den Flur gestreckt, kein Rauch. Ok, ich bin dann doch irgendwann zur Rezeption. Der Alarm war genauso laut, wie falsch. Dennoch ein super Hotel.

 

Beim Aufziehen der Gardine um 08:00, zeigte uns, dass wir endlich das bestellte Wetter bekommen. Sonne und das den ganzen Tag. Das nächste Hotel in Ballater ist ca. 110km weg. Deshalb haben wir uns um Inverness noch ein wenig umgeschaut, u.a. auch das Schlachtfeld von Colloden angesteuert. Lohnt nicht. Man sieht nur ein flaches Feld mit einigen Fahnen drauf. Dafür wollten wir keine 12 GBP loswerden. Eine kleine Runde durch Inverness zeigte und, dass wir doch eher raus aus der Stadt sollten.

 

Also erst mal die A9 genommen und auf den Caingorm Nationalpark zugesteuert. So nach 20km auf der A sind wir dann doch auf eine kleine Strasse abgebogen.Ab dem Moment gab es Natur und Schauspiel im Überfluss. Jeder Hügel bot neue "Oh´s" und "Alter.." So stellt man sich Schottland vor. Hügel mit blühender Heide und Täler mit Flüssen voll mit Whisky ( ok, soweit ist es dann doch nicht).

 

Ein Stop in Carrbridge zeigte uns eine uralte Brücke, sie ist die älteste Brücke in den Highlands. Irgendwann bogen wir auf die Old Military Road ab und sind auch durch das Skigebiet der Highlands gefahren. Die Strasse haben hier teilweise bis zu 20% Gefälle. Aufpassen muß man auf die Viecher, sprich Schafe, die hier überall rumliegen auch mal am Strassenrand. Ach ja, Viecher. Diese komischen Fliegen vor den man uns vor der Reise gewarnt hat, scheinen alle tot zu sein oder ist so wie mit Nessi. Wir haben bislang keine gesehen. Vielleicht liegt das ja doch an diesem Avon Zeugs, dass wir uns draufsprühen.

 

Kurz vor Ballater merken wir, dass wir Hunger hatten und fanden ein traumhaften "Cottage", dass Riverside. Tipp: unbedingt anhalten. Die Leute dort sind ( wiedermal) unheimlich freundlich und haben angeblich das beste Eis in Schottland. Wir haben den Hunger gestillt und auch einen leichten Sonnenbrand bekommen. 

Das Hotel in Ballater ist eigentlich keines für Mopedfahrer, die haben keinen eigenen Parkplatz. Das gute Stück muss die Nacht auf dem öffentlichen verbringen. Der Ort ist schnell erkundet, hat einen traumhaften Campingplatz direkt am Fluss und einen Supermarkt. Die Hotelbar erkunden wir dann später noch. Morgen gehts in Richtung Pitlochry und Queens View. Mal sehen ob Lisbeth zu Hause ist. An ihrer Sommerresidenz fahren wir auf jeden Fall vorbei. Here Majesty is at Balmoral Castle for the summer holiday. 

Tag 10, Ballater nach Pitlochry und zurück, 220km, 4,7 l /Schnitt

Langsam haben wir den Verdacht, dass Petrus an uns was gutmachen will. Alles was unsere Klamotte an Öffnungen hat, war heute wieder auf. Schöne 23 Grad, Sonne den ganzen Tag- wer´s nicht glauben will, schaut sich die Bilder an. Wir wollten heute nach Pitlochry und zum Queens View. Beiden liegt ca. 100 km südwestlich von Ballater. Die Strecke werden wir morgen zum Teil noch mal fahren, wenn zum letzten Hotel geht. Eigentlich kann man die Strecke gar nicht oft genug fahren. Das Hotel in Ballater streichen wir aber von der Liste, es hat im Moment die rote Laterne. Mehr dazu im "Fazit". 

 

Gleich nach Ballater geht durch sehr schöne Wälder, ist super zu fahren. Wir waren gerade so schön am cruisen, sehe ich links ein Hinweisschild " Balmoral Castle", der Sommersitz der Queen. Weil sie aber zu Hause ist, hieß es sorry, no access....was so viel heißt, du kommst hier nett rein...also ein kurzer Plausch mit einigen deutschen Fahrradtouristen, die vor dem Tor rumlungerten, weil sie auch nicht reindurften. Vor lauter Verzweiflung haben sie dann den Shop gestürmt und allerlei Andenken gekauft.

 

Wir sind weiter und am Breamar Castle ca. 10km weiter für den nächsten Fotostop rechts ran. Aber nur von aussen, obwohl es scheinbar noch bewohnt ist. Für zu Hause auch eine Geschäftsidee, ...Schlossführungen gegen Bares. Das der Urlaub schon etwas länger dauert, sieht man auch daran, dass wir die ein oder anderen Deutschen immer mal wieder treffen, wir ein Pärchen auch Bielefeld, das uns schon zum vierten Mal über die Stiefel gelaufen ist. Kurzer Plausch und nun gings rauf in die Berge ins Glenshee Skigebiet. Unfassbar diese Natur.

 

Wir liefen in Pitlochry ein, ein wirklich schöner kleiner Ort, den die Touris für sich entdeckt haben, typischer Baustil die ganze Strasse rauf, schöne kleine Restaurants. Wir brauchten nur was kleines, weil unsere Bar im Hotel heute Abend Steaks anbietet. Die Sonne brannte runter und wir wollten nun wirklich mal schauen, ob der Queens View  - auf den Loch Tummel - wirklich so königlich ist. Ist er ! Hinfahren - 2 GBP fürs Parken abdrücken und anschauen - lohnt sich. Das Parkticket gilt den ganzen Tag, nicht das wir uns deshalb dort auch solang aufhalten wollten, aber eil wir die Netten sind, hat Jacky dem nächsten Schotten, gleich das Ticket geschenkt. Er parkt sein Auto und schnackt auch gleich einen mit uns aus. Sag ich doch, die Schotten sind wirklich nett, manch einer am Strassenrand winkt uns einfach mal zu. Liegt vermutlich auch am Moped. 

 

Was sich nicht lohnt, sind die 12 GBP für Blair Castle. Wir wollten eigentlich nur einige Bilder machen. Ok, wenn man sich die Zeit nimmt, den schönen Park und das Castle intensiver ansehen will, mag es sich lohnen. Blair Castle ist das einzige, dass sich heute noch eine eigene kleine Armee leistet. 

 

Ein Blick in die Karte zeigt, dass wir wohl den gleichen Weg zurück fahren sollten, über die Autobahn hatten wir echt keine Lust. Gesagt, gemacht. Etwas zügiger als auf dem Hinweg, waren wir gegen 17:00 wieder in Ballater und freuen uns am das Steak. Ab 20:00 gibt es noch Life-Muke im Hotel. Wenn da mal nicht die Drumchapel-Mist spielt.

Morgen gehts dann weiter nach Kinross zur letzten Station. unseres Schottland Tipps.  

Tag 11, von Ballater nach Kinross, 130 km, 4,7 l/Schitt

So nun ist Schluss mit den Highlands, wir sind noch mal einen Teil der Strecke von gestern gefahren, aber nach ca. 1h hat sich die Landschaft doch verändert. Wir merken, dass wir aus dem National Park rausfuhren. Die Fahrt zum letzten Hotel in Kinross verlief ohne Probleme, es war am Ende sogar ein wenig langweilig. Da wir schnell waren, wollten wir mal sehen, ob es in Perth was zu sehen gibt. Nix da, aber wenigstens tanken konnten wir.

 

Gegen 13:00 fuhren wir am Hotel vor. Einchecken war erst um 15:00. Was macht das schlaue Bikerduo? Klamotten abladen und weiter nach Edinburgh. Dabei konnten wir einen Blick auf 3 Brücken über den Firth of North werfen. Die alte rote Eisenbahnbrücke, die normale Autobahnbrücke über die wir auch gefahren sind und die neue Brücke. Die sieht allerdings aus, als ob gleich was abbricht. Wir kennen uns in Edinburgh ja schon aus, wußten aber erst nicht wo wir genau waren. Egal, Hauptsache wir fanden einen dieser Motorradparkplätze. Ja, die gibt es hier wirklich und sind vor allem kostenlos. Ich hab einen der Ticketschreiber erwischt und gleich noch mal gefragt. Tipp an der Stelle, stellt im Navi "George-Street" ein. Da sind einige der Parkplätze in der Mitte und man ist gleich im Zentrum. 

 

Wir sind also ein wenig gelaufen und hatten auch irgendwann die Orientierung durch das Castle. 

Wir hatten einen "Auftrag" und auch wieder Hunger. Also gleich mal in das Hard Rock Café zum spachteln und ein kleines Glas für Natalie & Nico rausholen. 

Morgen fahren wir auch noch mal rein. Wir sind heute trotzdem auch mal über die Royal Mile. Da läuft das Fringe Festival gleichzeitig mit dem Tatoo, allerlei Verrückte und Touristen stehen da im Weg und haben Spaß. Ein kurzer Blick aufs Castle und wir machten uns auf den Rückweg. Leider voll in den Feierabendverkehr hinein. Ganze Autobahn dicht, Jetzt merken wir spätestens, dass es vorbei war mit dem endlosen criusen durch geile Natur. Egal, morgen fahren wir wieder hin. Nachmittags soll allerdings wieder anfangen zu regnen. Wir wissen schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt. 

Tag 12 und Rückfahrt nach Newcastle und nach Hause. 

Am Freitag wollten wir noch mal nach Edinburgh und die Stadt noch mal auf uns wirken lassen. Leider machte der Regenbericht wieder ernst. Vor Edinburgh sind wir allerdings an , besser gesagt unter die Eisenbahnbrücke über Firth of Forth

Echt beeindruckend mit dieser roten Farbe.
Es ging dann wieder nach Edinburgh, leider nicht ohne Stau. Es hat schon ziemlich genervt. Dann fanden wir die George Street nicht, obwohl wir es im Navi hatten. Besser ist, wenn man sich zum Hard Rock Café navigieren läßt. Direkt davor fanden wir dann auch einen letzten Mopedparkplatz. Mopedzeugs aus, normale Klamotten an und in die Stadt. Nach 3 h öffneten sich die Schleusen und wir gingen in einem kleinen Pub in Deckung. Es hörte nicht mehr auf, wir wollten aber auch zurück ins Hotel. Der Rest des Tages war mit Ausspannen und packen ausgefüllt. 
Am nächsten Morgen sollte es direkt nach Newcastle gehen, die Fähre wollte um 17:00 ablegen. 
Wir hatten eigentlich den ganzen Weg damit gerechnet, dass es jeden Moment anfängt zu regnen, nix wars. Wir hatten ohne ende Zeit, sind dann auch noch mal von der Autobahn runter um die Schottisch- Englische Grenze zu fotografieren. Wir rollten in Newcastle ein und….ja es fing an zu regnen. Der McDoof in der Nähe des Anlegers wurde wieder angesteuert, um natürlich was zu essen und dann auch die Regenpelle wieder über zu werfen. Schließlich mußten wir uns vor der Fähre erst mal anstellen.
England war echt traurig, dass wir nach Hause mußten und öffnete alle Schleusen. Irgendwann gings doch in den Pott. Beim nächsten Mal werde ich das Verladen anders machen. Erst die Kabine beziehen und dann in Ruhe das Moped verzurren. Zeit ist genug und den Saunagang kann man nicht sparen. 
Die Nacht war stürmisch, schlafen konnten wir doch einigermaßen. 
Am Sonntag gings dann „nur“ noch Hause. 470km auf der Bahn. Nach dem sintflutartigen Beginn in Amsterdam, wurde das Wetter immer besser. 
Die Sonne war da, als wir zu Haus vors Haus fuhren. Ein toller Tripp ging zu Ende. Noch nie war das Moped so dreckig….

Fazit des Urlaubs

Kan man machen, muss man aber nicht ( ein Fazit ziehen) und hier auch noch einige Tipps für die nächste Reise auf die Insel. 

  • Schottland ist auf jeden Fall eine Reise wert, egal ob auf dem Motorrad oder Auto, wenns mit dem Moped auch mehr Spaß bringt. 
  • Die Schotten sind supernett. Man kommt sehr schnell ins Gespräch und das war nicht das letzte Mal.
  • Ja es regnet, immer wieder und das zum Teil heftigst. Wenn man das weiß und sich drauf einstellt, ist alles gut. Zelten möchte ich dann trotzdem nicht.
  • Die Strecke der DFDS war schön, ich würde beim nächsten Mal auf jeden Fall versuchen, B&B zu buchen und das rechtzeitig. Spontan wird das nichts, es ist kaum was bekommen. 
  • Wenn man B&B macht, kann man Abends sehr gut in einer meist vorhandenen Hotelbar im Ort gut essen. Achtung, nicht im Restaurant, eben in der Bar. Das Essen ist dann doch besser als der Ruf, ausser diese dusselige Rührei morgens. Nur in einem Hotel kam es nicht aus der Tüte. Auch ein Grund mehr ins B&B zu gehen. 
  • Links fahren = no problem. Strassen sind traumhaft, fressen aber Reifen, weil der Gripp super ist, aber Achtung ab und zu wird's lustig durch Rollsplitt. 
  • Es gibt noch mehr zu sehen, die Isle of Sky etc soll superschön sein. Immer wieder würden wir in den Cairngorm N.P. fahren. Suchtfaktor ist riesig.

Hier noch einige Tipps: 

  • Klöppelt auch die Rücktour vom Hafen in Amsterdam nach Hause in Navi. Man kann sich gut verfranzen am Anfang in Amsterdam. 
  • Ausreichend Speicherkarten für die Kameras mitnehmen. 
  • Man checked auf der Zufahrt zum Schiff ein, bekommt dort auch schon den Schlüssel für die Kabine. Achtung beim auffahren ins Schiff, möglichst auf den geriffelten Flächen fahren, es ist sauglatt. Vor allem und wichtig, immer mit der Ruhe. Das Verzurren des Mopeds kann man machen wenn die Kabine bezogen ist. Ich habe anders als viele andere Biker, 4 Gurte zum Verzurren benutzt. 1ster Gang rein und Lenker in Richtung Bordwand. Wer will kann die Bremse mit einen Kabelbinder oder Spanngurt zumachen ( Kabelbinder: nicht das Messer für den nächsten Morgen vergessen) 
  • Weniger Zeugs mitnehmen, lieber Rei in der Tube. Gurte für die Fähre sind überflüssig, das vorgebuchte Essen auf der Fähre auch. Lieber einen kleinen Snack einpacken, Getränke gibt es im Bordshop.

Wer die Navidaten für die Tour haben möchte, schreibt eine kurze Notiz ins Gästebuch 


Hier einige Impressionen von den HMTs ( Hamburger Motorradtage) aus Jan 2009. Alles vom BMW Stand. Viel Spass bei Spökern

Das neue Rücklicht der K1300S
Das neue Rücklicht der K1300S

Draussen sind momentan -4 Grad und die K hängt am Ladegerät. Mein Nummerschild sagt mir, dass ich noch 2 Monate warten muss, bis es wieder losgeht. Die Vorbereitungen laufen aber schon. Im Mai steht die "Olympus-Mopedtour" an. Diesmal geht es nach Mc-Pom, grobe Richtung Müritz und drum rum. Die Vortour ist für Mitte/End April geplant. War bisher immer eine super Veranstaltung. Alles völlig relaxed.

 

Eberhard,Micha und ich wollen dann noch mal in die Berge. Die BMW Days liegen genau in den Ferien, fallen damit als Ziel wohl weg. Auch die Anreise ist noch unklar. Hänger? Der muss ganz schön gross sein für 3 Mopeds. Probleme sind zum lösen da.

 

1./2.8. gehts dann nach Sankt Peter Ording. Ist zwar ein Katzensprung, wird aber trotzdem klasse. Das Woende steht im Zeichen von Wellness and Ausspannen. Bald mehr davon


Das Fahrsicherheitszentrum
Das Fahrsicherheitszentrum

Wir waren in diesem Jahr wieder im Fahrsicherheitszentrum des ADAC in Lüneburg. Dieses Jahr sollte es ein Kurventraining sein, nach dem wir uns in den letzten Jahren dafür quasi qualifiziert hatten. Unser Trainer war Gerd Schulz, den ich schon aus einem anderen Training kannte. Schwerpunkt diesmal: Fahren ! Ca. 180 km auf dem Rundkurs und der Kartbahn,  verteilt über den Tag. Gerd ist ein sehr kompetenter Trainer, der sich der Herausforderung stellte, dass wir mit den unterschiedlichsten Mopeds und Erwartungen an den Start gingen. Walter und Udo wollten in erster Linie Spaß haben, weil sie nicht viel dazu lernen konnten. Die Kniepades sprechen hier eine deutliche Sprache. Dann der Rest der Truppe. Bemerkenswert war auf jeden Fall die Teilnahme von Norbert mit seiner African Twin. Fahren im Grenzbereich. Slides auf Stollenreifen. In der Kreisbahn wird auch mal oben durchs Kiesbett und Hügel aussen rum überholt. Jeder andere hätte sich schön abgepackt.

Es war ein ganz geiler Tag und hat viel gebracht. Ich weiß jetzt, dass der Reifen alles hergibt. Ich habe meinen Grenzbereich weiter nach oben verschoben und hab dadurch mehr Sicherheit. Das machen wir bestimmt wieder.  

 

Der Kurs kostet ca. 150,--. Inhaber der Louis-Fun-Card kriegen Rabatt.

 


Sebastian hat den IRON Butt

Einer meiner Kollegen ( Sebastian)hat sowas Schräges vor, dass muss hier einfach rein. Hier sein Vorbericht !

 

Die Tour live mitverfolgen: http://blog.sebastian-martens.de/de1624

Wenn Motorradfahrern in den USA langweilig wird, dann fangen Sie an irgendwelche verrückten Sachen zu machen. Aus vermtlich so einer Bierlaune bedingten Langeweile könnte irgendwann mal das entstanden sein, was sich heute die “Iron Butt Association” (IBA) nennt.

Die IBA ist ein Zusammenschluss von eben solchen Motorradfahrern die es mit Touren ab und zu mal etwas extremer angehen. So z.B. wenn man in den USA von einer Küsten zur anderen Fährt, was in etwa 1000 Meilen, bzw. 1600km, entspricht und das dann in weniger als 24 Stunden absolviert.

Und genau so einer kleinen Herausforderung wollen wir und nun auch stellen. Die 1600km Tour kennt in Deutschland noch einen etwas anderen Ableger. Und zwar ist hier eine der kleinsten Stufen, mit denen angefangen werden muss, der Besuch aller 16 Bundesländer ( Stand: 2013 ) in weniger als 24 Stunden.

Warum ? Weil es geht! Natürlich sind wir nicht ganz dicht! Aber Spaß muss es machen.