Ich will Berge, deshalb geht es nach Österreich

Auch in diesem Jahr gehts mit Frau und BMW in die Berge. Soviel sei verraten...ja wir trailern und zwar nach Saalbach Hinterglemm ins Hotel Sonnegg.

Die Anfahrt ging morgens um 04:00 los. Das Navi zeigt 922 km, die wir abspulen sollten. Der neue Hänger von Airtrailer hing hinten dran, was soll der auch sonst machen, ausser dranhängen.

Woran erkennt man, dass Deutschland Ferien hat? Die A7 war gespickt mit Baustellen. Wir kamen bis München aber gut durch. Die Umgehung der A99 und der Irschenberg bremste uns ein. Dem Hotel hatte ich angekündigt, dass wir wohl so gegen 17:00 ankommen. Ist auf den Gongschlag auch passiert. Ausladen / Abladen und einchecken. Wir sind angekommen.

 

www.sonnegg.at  ist das Hotel für diesen Urlaub. Das Video über das Hotel ist hier drunter. 

 

Erster Fahrtag am 3.8. Die Wetterapp meinte, dass wir losfahren sollten. Da kommt nix nasses von oben. Der Chef des Hauses bietet 30 Touren per GPX an, einige finden den Weg in mein Navi und wir suchten uns die Tour zur Zillertaler Höhenstrasse raus. Erst mal raus aus dem Tal, Saalbach liegt in einem "Dead-End-Tal"...du kommst hier net raus, zumindest  hinten nicht. Die Kameras waren beide an, eine neue GoPro7 black hat die bisherige 4er ersetzt und liefert absolut wackelfreie Aufnahmen.

 

Anmerk .d. R. Wer die GPX Daten haben möchte, schreibt uns.

 

An der Talausfahrt ging es in Richtung Zell am See und von dort nach Krimml und den Wasserfällen. Unterwegs kamen Kindheitserinnerungen auf, als wir durch Neukirchen fuhren. 4-5 Urlaub auf dem Bauerhof, ohne fliessend Wasser und mit Heuschober. Was war das genial damals.

An den Wasserfällen angekommen, fährt man an allen Parkplätzen für Brotdosen vorbei, bis es schon den Berg rauf geht. Dort sind links Mopedparkplätze und (sehr geniale Idee), Schliessfächer fürs Equipment. Alles kostenlos. Allerdings kostet der Zugang zum Wasserfall gleich mal 4,-€/Nase. Wir waren nur am Fuss des Fall und haben dort kurz geduscht. Wer will läuft 2,5h rauf und duscht oben. 

 

Weiter gings den Gerlospass hoch. Vom Hotel hatten wir ein Freifahrtticket bekommen. 6,50€ gespart. Ist schon ein nettes Stück Natur hier oben. Der Gerlospass ist klasse zu fahren, Note 1-2.   Runter ins Tal und an der anderen Seite auf die Zillertaler Höhenstrasse. Auch hier lauert eine kleine Mautstation, mit der die Gemeinde die Kasse aufbessert.

 

Die Pause auf der Melkbodenalm ( wie so die so heißt..., na?) war nötig. Wir hatten  noch über 140km zu fahren, also ging nach einer Brotzeit zügig weiter in Richtung Wörgl. Das war eigentlich der doofe Teil der Tour. Zuviel Bundesstrasse flach und gespickt mit mindestens 5 Laserstationen. Ich dachte schon ich bin bei Krieg der Sterne. Der Magen knurrte schon, als wir gegen 17:00 wieder am Hotel ankamen.  Leider hab ich erst  im Hotel bemerkt, dass ich das falsche Mikro an der Helmkamera montiert hatte. Nix Ton. Ok, muss ich halt später nachvertonen.

An dieser Stelle vielen Dank an Brigitte und Josef. Ihr habt unseren Urlaub bereichert :-) .

Nach 2 Tagen Regen- bzw. Wanderungspause, waren wir wieder unterwegs. Tour 2 des Hauses, nach Reit im Winkel und in Richtung Königssee, den wir letztlich als "Touri hier kannst du alles kriegen"- Erfahrung schnell mit einem Abhaken versehen haben. Aber von vorn. Raus aus dem Tal, dannin Richtung Norden. Ein paar km auf der Bundesstrasse Richtung Lofer, es ging aber bald auf wenig befahrene Strassen. Die Kameras liefen, diesmal mit dem richtigen Mikro dran. 

 

Kleine Dörfer mit viel Blumen am Balkon, voll kitschig wechselten sich mit einigen Seen , wie z.B. den Pillersee ab. Tolle Landschaft und wenig Verkehr. Das Wetter hielt, es war nicht zu warm. So hatten wir es uns vorgestellt. Wir kamen nach Waidring und folgten spontan dem Schild auf die Höhenstrasse zur Steinplatte. Anschauen, dümmer wird man nicht...äh nach 2 Kurven versperrte ein Schlagbaum den Weg. Schlimmer als der Baum waren die geforderten 10,-€. Nix da.

 

Also wieder zurück auf die alte Strecke und schon waren wir in good old Germanski. In Reit im Winkel wohnt (?immer noch?), die Rosi, die Mittermaier und zwar auf der Winkelmoosalm. "Kann man sich ja mal ansehen. Äh, bitte  4 ,--€  vorher berappen. Zumindest ist das Sightseeing in D günstiger als in AT. Trotzdem nicht.  Nachher ist die gar nicht zu Hause. 

Dafür stellt sich bald ein leichter Hunger ein, die Restaurants der Piste sprachen uns nicht an oder waren zu. Wozu schleppt man das Navi mit. Kurz suchen lassen nach Restaurant / Deutsche Küche / vorraus / und zügig.  Das Teil ist nicht doof und bringt uns nach Schönau zum Gasthof Bodner, dringendst zu empfehlen. Der Schwainsbradn schmeckt auch so, wie er auf dem Bild aussieht. Nach der kleinen Stärkung waren wir auch schon am Königssee. Fahrt nicht zum Parkplatz, trotz Schließfächer und Mopedparkplatz, der hier sogar was kostet. Lohnt sich nicht zum See zu laufen.

 

Das Highlight war ein Biker auch mit "WL-" auf der Anzeigetafel seiner BMW. "Na, wo kommt ihr her?" "Ja, Tostedt". Er war aus Königsmoor, ist quasi  5 km Luftlinie von unserer Homebase. 10 min nett über die Vorzüge spontan loszufahren, geplaudert. Wir wollten dann aber auch weiter und sind nach weiteren 80 km wieder am Hotel angekommen. Genau richtig in die Garage gerollt. Der Regen fing an. Wir wurden aber dann doch durch die Dusche im Zimmer nass. Schön wars.    

"Die Sonne fangen", war unsere Motivation am 9.8. um schon um 04:00 aufzustehen und zum Großglockner zu fahren. Wir wollten den Sonnenaufgang in den Bergen erleben. Die Wetter-App zeigte für heute nur Sonnensymbole. Mit ca. 10 anderen Motorrädern sind wir die ca. 40km vom Hotel zum Berg gefahren. Vom Hotel hatten wir schon ein kostenlos-Ticket bekommen. Ansonsten läßt du 24,-€ beim Mauthäuschen. Beim Fahren hab ich überlegt, wann ich das letzte Mal im Dunklen gefahren bin.  War schon komisch, weil es stockfinster war. Wer den Großglockner kennt, weiß das sich tagsüber alles den Berg hoch kämpft, was 2 und 4 Räder hat. So früh waren wir allein, mal abgesehen von 4 Radfahrern, die tw ohne Licht den Berg erklimmten.

 

Wir sind direkt bis auf die Edelweißspitze rauf. 4 Autos auf dem Parkplatz. Herrlich. Wir kamen genau richtig. Georg unser "Herbergsvater" hatte Kaffee, Kuchen und ein Feuerwerk dabei und im Hintergrund kam die Sonne hinterm Berg vor. Es gibt Momente im Leben, die man nicht vergisst. Das war so einer. Unbedingt machen !  

Mein fliegendes Auge kam auch zum Einsatz. Wir sind dann erst mal zum Hotel zurück um zu frühstücken. 

 

Weil wir das Tagesticket nicht einfach so verplempern wollten, sind wir noch mal hoch und wollten zur Kaiser Franz Josefs Höhe, den Restgletscher ansehen.  Puh, in 10 Jahren wird vermutlich auch der letzte Rest des "ewigen" Eises weg sein. Ein bisschen schlucken muss man schon...

Cool, auch da sind die Mopedparkplätze und Schließfächer ganz vorn. Dazu auch noch alles kostenlos. 

 

Weiter gings über Heiligenblut; bekannt durch seine Wallfahrtskirche nach Lienz, das uns wieder mal mit einem ordentlichen Stau, die Temperatur im Anzug steigen ließ. Die max Temp lag heute bei 31 Grad. Gegen Mittag fanden wir einen alten Gasthof, etwas abseits der Hauptstraße. Günstig und lecker. Über die Fellbetauernstrasse, nebst Tunnel gings nach Mittersill und über Zell am See  zum Hotel.  Ein genialer Fahrtag ging am Pool zu Ende. Note 2 für diese Tour. 

Der heutige Tag, der 11.8., bringt uns wieder auf die Strasse. Nach einer verregneten Nacht sollte die Sonne die Temperatur auf 27 Grad hochtreiben. Wir hatten uns die Tour der Täler ausgesucht.  Nach dem Hotel ging es in Richtung Zell am See, diesmal aber nicht durch den Tunnel, sondern am Ostufer des Sees entlang. An der Zufahrt zum Grossglockner sind wir vorbeigefahren und nach 11km in Richtung Rauris in das erste Tal abgebogen. Alle 3 Täler, die wir fahren wollten, sind Einbahnstraßen. War aber nicht schlimm, weil die Strecken echt klasse waren. Das erste Tal endete an einer Mautschrank. Die haben wir uns nicht gegeben, also wieder zurück. Kaum Autos, tolle langgezogene Kurverei. 

 

Zurück an der Bundesstraße gings in Richtung Osten weiter, nach wenigen Kilometern wieder nach rechts ins nächste Tal. Das war schon bekannter, weil Wintersport und Ski-Weltcup Austragungsort. Bad Gastein gefiel uns aber gar nicht. Zu viele Häuser, grosse Hotels. Das Tal endet an der Autoverladung nach Villach. Also zurück.

Am Ende des Tals haben wir uns wieder in Büsche geschlagen, weil wir was zu trinken uns zum Essen brauchten. Ein kleiner Gasthof, etwas abseits war wieder eine gute Wahl. Diesmal nicht aus dem Navi, sondern auf dem Augenwinkel erspäht. Rollentausch war heute angesagt. Diesmal hat der Kaiserschmarren mich geschafft, zu viel aber überaus lecker. 

 

Das letzte Tal auf dem Rundkurs lag nur einige Kilometer weiter und war dann auch das Schönste. Was die Natur einem manchmal auf die Hornhaut knallt, ist grandios. Das sah teilweise aus, wie aus der Werbung für Milch oder Käse. Es ging in Richtung Maurach. Am Ende der Straße warteten einige Brotdosen auf uns, die in der Landschaft standen. Die Besitzer wollten sich den See aus der Nähe ansehen, wir nicht. Cool, diese geniale Strecke noch mal zurückfahren. Über Sankt Johann im Pongau ging es auf Dientener Höhe. Nun hatten wir doch wieder mehr Autos vor uns, zu allem Überfluss auch einen Bus, kein Urlaub ohne einen Bus. Nach 10 km hatte er ein Einsehen und suchte das Weite.

 

Wir konnten die letzten Kilometer nach Maria Alm genießen. Ca. 20km vorm Hotel wollte mein Navi nach links in einen gaaanz kleinen Weg, auf dem wir nur Radfahrer oder Fussgänger sehen konnten. Coole kleine Straße und toller Ausblick auf dem Kapruner Gletscher, ließen uns im 2ten Gang bleiben. Die Tour bekommt die Note 2-3, aber nur wegen der Temperatur, die nach Abkühlung von innen und von außen verlangte. Die haben wir dann erst im Hotel bekommen. 

Nach 2 Tagen Auszeit vom 2Rad, waren wir am 14.8. wieder los. Das Wetter hat sich erst im Laufe des Tages  von der sonnigen Seite gezeigt. Also erst mal alles zu an der Klamotte und Halstuch umgebunden. Es war mit 12 Grad eher von der frischen Sorte.  Der erste Stop sollte in Kaprun sein. Sollte...Wir kamen zwar weiter rauf als alle Brotdosen, aber am Parkplatz des Bus Shuttles war dann auch für uns Schluss. Für den Transfer zu den 2 Stauseen wurden 23,-€ aufgerufen, ne nicht pro Familie, pro Nase. Nachdem ich 4-5 nach Luft geschappt hatte und das EC Terminal defekt war - man muss die Zeichen auch erkennen, wenn sie da sind - machten wir uns vom Acker, besser gesagt vom Berg. 

 

Nächster Stop sollte der Enzinger Boden im Stubachtal sein. Keine Autos und 14 Kehren führen uns am Ende des Tals auf einen grossen Parkplatz mit Seilbahn und 2 Restaurants. Die Seilbahn bringt einen zu einem weiteren Stausee. Ach nö. wollten wir auch nicht. Dann eher Mittagspause und wieder zurück durch das Tal nach Mittersill um den Pass Turn zu nehmen. Der war schnell abgefrühstückt, weil der uns tw 2 spurig über den Berg brachte. 

 

Man kommt in Kitzbühl an und nach dem obligatorischen Stau gings weiter in Richtung Sankt Johann. "Wir können ja am Pillersee vorbei fahren". Soweit die Theorie. Wir waren dafür zu weit südlich. Ich dachte noch der Abzweiger nach recht kommt. Aber nix da. Na gut. Also zurück zu Hotel. Die Tour heute kommt eine 3 (keine 4 wegen dem guten Wetter). War trotzdem nicht Fisch und nicht Fleisch. Morgen machen wir die letzte Tour, bevor es wieder nach Norden geht.  

Die letzte Tour war eine Empfehlung von Georg, dem Chef vom Haus. Leider hat uns Relive an dem Tag im Stich gelassen. Es gibt deshalb keinen 3D Flug über die Strecke, ich Versuchs mal mit einer einfachen Beschreibung. Die Tour kriegt eine 1-2 von uns.  

 

Von Saalbach aus, ging es erstmal nach Maria Alm und der Dietner Höhe, also über den Hochkönig. Mal abgesehen von den 2 Baustellen, klasse zu fahren. Nach Bischofshofen ging es nach rechts in Richtung Sankt Martin am Tennengebirge.

 

Wer jetzt auf der Karte nachschaut, kann von mir auch die GPS Daten bekommen. Weiter ging bis Lindental, über Gosau zum Hallstädter See. Schöne Ecke. Der Aufklärer hat einige Bilder von oben gemacht. Bad Ischl war das nächste Ziel, danach war der Wolfgangsee dran. Er soll eigentlich recht schön sein, wir haben vor lauter Touristen fast nix davon gesehen. Ich wollte den See auch noch östlich umfahren. Ging aber nicht, weil es dort keine Strasse gibt, die komplett rumführt. Also alles wieder zurück, son Mist.

 

Nach der Mittagspause wollten wir den direkten Weg zurück nehmen, weil sich Gewitter ankündigten. Die "Abkürzung" brachte uns durch die Strubklamm. Empfehlung, sucht es auf der Karte und fahrt da mal rein. Hammer. Der weitere Weg war genauso klasse - vom Wolfgangsee Ausrutscher abgesehen.

 

Über Hallein kamen wir wieder in Bischofshofen an. Noch mal über den Hochkönig, zurück zum Hotel. Abgesehen von einem kleinen Schauer, der uns das erste Mal im gesamten Urlaub die Regenpelle aus dem Koffer ziehen ließ, blieb es trocken. Kaum waren wir im Hotel, ich sollte noch das Moped verladen, fing es richtig an zu schütten. 

 

Das wars dann. 2 tolle Wochen waren vorbei. Unsere Erwartungen sind  über erfüllt worden. Das Hotel wird uns auf jeden Fall wiedersehen und ich empfehle das Sonnegg für jeden 2Rad Spezialisten. Ab der nächsten Saison wird es eine Tiefgarage geben. www.sonnegg.at. Danke an das gesamte Team. 

 

Neben wandern, Mopedfahren und im Wald rumklettern, haben wir auch sehr nette Leute kennen lernen dürfen. Das war richtig klasse und wertvoll. 

Nun gehts an die Videos, die dann auch hier zu sehen sein werden. Also, stay tuned und "bleibt sitzen"


Offroad in Schweden (Vorher)

Ende Mai 2019: 6 Tage Offroad in Schweden. Eine geführte Tour mit einem Offroad Anteil von 70 und mehr %. Es geht mit Kalle (siehe EnduroTrainings) und ca. 8 weiteren Teilnehmern ins Land der Bäume und Elche. Meine GSA kriegt dafür extra neues Schuhwerk mit gröberem Profil. Ich weiß jetzt schon, dass ich wohl das fetteste Bike fahren werde. Im Alter wird man nicht schlauer. Egal, die Herausforderung ist da, die nehm ich mal an.  

1 Woche vor dem Start. Grippe in den Knochen und mein Zahnarzt meinte auch, dass nicht alle Zähne nach Schweden fahren. Egal! Hier ein kurzes Update der Vorbereitung. Kalle schreibt, dass wir einiges an Zeug mitnehmen sollten.

  • Ersatzhebel für Bremse und Kupplung ( neue angebaut), 
  • Ersatz - Luftfilter 
  • Flickzeugs und Luft in Tüten
  • Stollenbereifung ( TKC80 von Conti) --> sieht schon mal genial aus, schüttelt aber auch jeden Dreck ab.  
  • Verbandpäckchen
  • Panzertape und Kabelbinder
  • Nötiges Werkzeugs

Es geht am ersten Tag, den Dienstag  zur Fähre nach Travemünde. Über Nacht gehts dann nach Trelleborg, früher hieß das Butterfahrt. Die erste Etappe auf blau-gelben Boden wird so ca. 350km lang sein und führt uns in die Nähe von Växjö zur Unterkunft. Von dort werden wir 3 Touren mit je ca. 150km fahren. Am Samstag gehts dann zurück nach Trelleborg zur Fähre. Die soll uns über Nacht wieder nach Travemünde bringen. 

Das Video der Tour ** Teil 1 ** (weitere unten)

Wir sind wieder zurück aus Schweden

Alter Schwede..das war der Hammer.

Wenn eine Erwartung übererfüllt wird, gehts nicht besser. 6 Tage Offroad Training. Ettappen zwischen 150 - 360 km, unzählige Off-Road Pisten in einem Top Zustand. Ein tolles Land mit freundlichen entspannten Menschen, einigen Wald- und Rodungsarbeiten und die Erkenntnis, dass meine GSA ein Hammergerät ist, vor allem bei artgerechter Bewegung. Aber der Reihe nach. 

 

Ich möchte mich zunächst mal bei Kalle vom Safariservice Krause bedanken. Eine super Organisation, Tracks, die mich (uns) immer mal wieder an die Grenze brachten, vor allem meine Technik im Gelände ganz grosse Schritte hat machen lassen. Vorher hab ich mich nicht mal runter von der Strasse getraut, jetzt gehts mit 60km/h den Waldweg runter. 

 

Vielen Dank aber auch an Andy, Gwen, Jana, Jens, Yavus und Ralf.  Es hat mir unglaublich viel Spass gemacht mit euch !! Ich ziehe meinen Hut vor dem Damenteam ! Grosses Kino ! 

 

...und so wars. 

Treffen und Kennenlernen. Alles was nicht am Moped gebraucht wird kommt ins Begleitfahrzeug. Es ging auch gleich los und die ersten Sandpisten wurden angetestet. Oh mein Gott..das wird nix. Vor jeder Kurze kniff das Popometer zu ...was macht das Moped...nicht was ich will. Der TKC80 war nur am durchdrehen oder am rutschen. Stress pur, ich hab aber versucht locker ran zu gehen.Das sollte in den nächsten Tagen besser werden, wurde es auch.

 

Unser Ziel für den ersten Tag war die Fähre in Travemünde, die um 22:00 ablegen sollte. Vorher haben wir uns erst mal ein leckeres Abendessen gegeben und waren pünktlich am Fährhafen. Die Hälfte aller 40Tonner Deutschlands fuhren um uns rum, während die kleinen Mopeds in den Hänger verladen wurden. Ein Hänger ist günstiger als 7 kleine Maschinen. Die 2 dicken BMW´s fuhren direkt ins Schiff. Verzurren war nicht, die Überfahrt sollte ruhig werden. 

Kabine beziehen und ein Abschluss - / Kennenlernen Bier (oder Tee..) musste noch sein. 

Wir waren auf "blau-gelben" Boden. Runter vom Dampfer, die Mopeds aus dem Hänger geholt und los gings. Erst mal raus der Stadt. Ganz im Süden von Schweden hat die Landwirtschaft alles im Griff, viele Felder und breite Feldwege, auf denen wir den ersten Staub aufwirbelten. Staub kann wirklich unterschiedlich schmecken. Kiestaub schmeckt anders als Waldstaub oder Feldwegstaub. Kalle hat die Anfahrt nach Asa Herrgard mit einer Unzahl von Off-Road Pisten gespickt, die auch ganz unterschiedlich waren. Kies gibt es auch in unterschiedlichen Ausführungen. Schon mal den Unterschied zwischen Kies und Schotter gesehen ? Fies sind Wege, die frisch geschottert sind. So richtig dick, da machst Du den Gashahn ganz automatisch zu. So geil...

 

Ich hab immer wieder Stoßgebete nach oben geschickt und mich bedankt, dass es nicht regnet. Regen = Nass = Wasser auf den Waldwegen = ich geh fliegen. Es hat die ganze Zeit nicht geregnet. Es gibt auf den Offroad Pisten fast keine Schlaglöcher. Für den Schweden sind das ganz normales Strassen, da gibt es halt keine Schlaglöcher. War vor allem am ersten Tag klasse, weil ich mehr gesessen als gestanden hab. Wenn der Lenker richtig positioniert ist, federt der Biker alles im Stehen weg, was Buckel oder Stein heißt.

 

Es wurde besser. Meine Augen wurden bei jedem Offroad Weg nicht mehr ganz so gross, wie am Anfang. Die Vmax auf Sand ging hoch. Das Rausdriften aus den Kurven machte zunehmend mehr Spaß. Gut für mich, schlecht für den Reifen. Den hab ich ordentlich abgefahren in den 6 Tagen. Zwischendrin haben wir uns mit Jens getroffen und dankbar die Verpflegungskiste aufgemacht. Kalle hat einen halben Aldi an Bord gehabt, allem vorran die Äpfel und Prinzenrolle. Der Kaffee wurde dann aber noch beim schwedischen Kioskbesitzer gezogen. "All you can drink".

 

Gegen 20:00 fuhren wir in Asa Herrngaard auf den Hof, die Mopeds kamen in die Garage und wir unter die schnelle Dusche. Nie war ein schwedisches Weizen so lecker, war auch mein erstes überhaupt. Es hatte auch ordentlich Umdrehung, mit 5,8%. Licht aus und pennen, mehr war dann nicht.

 

Der Donnerstag ging mit einen total leckeren Frühstück los, mit allem was der Biker(in) braucht aber nicht erwartet. Frische Waffeln mit Sahne und Früchten. Rührei, dass seinen Namen verdient, Obst, 3 verschiedene Jogurt Sorten, warme Brötchen und was weiß ich noch...trotzdem wollten wir um 10:00 los.

 

Sind wir dann auch und nach ein paar hundert Metern ab in die Büsche. Bei GoPros liefen, eine nach vorn, die andere nach hinten. Hier kommen bald die Videos dazu. Heut waren wir Nordöstlich der Homebase unterwegs. Die normalen Waldwege waren mittlerweile in gutem Tempo zu fahren, die Kurven sind bei entsprechendem "drücken" des Mopeds auch gut zu nehmen.

 

Kalle hat dann eine Sonderprüfung eingebaut. Wenn Kalle auf seinem Moped aufgestanden ist, sind bei mir die Alarmglocken angegangen. Nach einer der Sonderprüfungen meinte ich nur: " ...wer braucht Hechlingen?"

Das Video zur Tour  ** Teil 2 **

Das Video zur Tour ** Teil 3 **

Nach Nordost gestern waren wir am Freitag eher im Südwesten unterwegs...glaub ich. Irgendwie sehen die Bäume auf Dauer doch ähnlich aus. Einmal sind wird dann doch im Kreis gefahren und wir haben es sogar bemerkt. Die Schmankerl waren natürlich die "Sonderprüfungen". Der direkte Vergleich, wie Ralf und ich uns durch den Wald arbeiten mussten und wie Jens mit seiner gelben CCM von Stein zu Stein springt (Insider), läßt mir den Mund offen stehen.

 

15m dauern dann auch mal schnell 15 min und läßt einen völlig fertigen Fahrer absteigen. Die Videos zeigen es. Es macht dermaßen Spass. Immer mehr im stehen fahren, egal ob Äste oder Steine im Weg liegen. Alle hatten ihren Spaß. Richtig klasse fand ich die "Einstellung" unserer Mädels. Da muss sich mach ein Kerl eine Scheibe Knäckebrot abschneiden - weil Schweden, ne is klar. Gute Laune, Grinsen und "blödsinn sabbeln".

 

Wir liefen gegen 18:00 wieder in Asa ein, verspätet, weil ich den letzten Tankstop ausgelassen hatte. 16km Restdistanz auf der Uhr, oh Mann.  Die Pizza als Abschluss hat aber doch geschmeckt.  

 

Der Samstag und damit die Rückreise nach Trelleborg stand am nächsten Morgen an. Das Wetter war genau richtig, es wurde langsam wärmer. Rückfahrt heißt aber nicht, dass wird auf direkten und schon gar nicht auf Asphalt fahren, nix da. Rein in den Wald und noch mal Staub aufwirbeln. Wir sind auch auf dem Rückweg durch ein Waldstück gefahren durch das man zu Fuss kaum durch kommt, die Nadelbäume stehen zum Teil 1/2 m auseinander, einige liegen auf dem Weg oder auf Kopfhöhe quer vorm Helm. Pft..DAS war diesmal kein Problem mehr und die GoPro hats aufgenommen.

 

Der Tag ging zu Ende und wir waren gegen 20:00 in Trelleborg. Mopeds auf den Hänger, Schiff entern, Kabine beziehen und den Tag mit dem schwedischen Büffet - die Rentner waren auch wieder da und hatten 500 Mann Verstärkung mitgebracht. Salat, 2 Hauptgänge und eine "kleine" Nachspeise snd dann doch auf dem Teller gelandet. Der Rest war heiapopeia, weil wir früh raus mussten

Die Fähre spuckte uns bei 16 Grad in Travemünde wieder aus. Wir hatten vorher das Frühstück überlebt. Kein Wolfrudel im tiefsten russischen Winter ist so ausgehungert, wie ein Trupp von Rentern am Büffet. Die haben alle den schwarzen Gürtel und schneiden die Brötchen mit der Handkante auf.  Das lag aber nun hinter uns. Ausladen der Mopeds und fertigmachen für die letzten 100km zurück zum Safariservice von Kalle. Auf dem direkten Weg oder einer normalen Strasse kann jeder, wollten wir nicht.

 

Es war noch ein Abschlussportion Offroad durch das nördlichste Bundesland. Meine Augen wurden noch mal gross, als ich ein Schlammloch von Ausmaß der Binnenalster vor mir auftauchen sah (ok, vielleicht wars nicht ganz so gross). Kalle nahm zum Glück eine kleine Brücke, links dran vorbei. Ich nichts wie hinter her, bevor er es sich noch anders überlegt.

 

Auffällig waren jetzt mehrere Dinge. Viele Leute mit mürrischem Gesicht, Löcher in den Pisten, viele Autos und alles dicht bebaut. Deutschland hat uns wieder. Gegen 12:00 liefen wir bei Kalle auf den Hof.

Mein Fazit der 6 Tage. Ich durfte ganz tolle Leute kennenlernen, denen ich sehr gern wieder über den Weg laufen möchte. Ich hab meine Moped-Fahrtechnik nachhaltig verbessert und werde doch noch ein richtiger Off-road Fan. Meine GSA kann echt abliefern. Schweden ist toll und der "letzte Mann", kann auch eine Frau sein. Am liebsten würde ich gleich wieder losfahren.